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pte20080705010 Forschung/Entwicklung

Mikrowellen-Gewehr gegen rebellierende Mobs

System erzeugt irritierendes Geräusch im Kopf


Mikrowellen-Waffe: Auch gegen diese Form des Mobs (Foto: pixelio.de, Gabi Schoenemann)
Mikrowellen-Waffe: Auch gegen diese Form des Mobs (Foto: pixelio.de, Gabi Schoenemann)

Sparks/Sutton (pte010/05.07.2008/13:40) - Das US-Unternehmen Sierra Nevada Corporation (SNC) http://www.sncorp.com will eine Mikrowellen-Strahlwaffe bauen, mit der unangenehme Geräusche direkt im Kopf des Ziels erzeugt werden. Ausreichend "laute" Töne könnten ein Ziel außer Gefecht setzen. Das MEDUSA (Mob Excess Deterrent Using Silent Audio) genannte Gerät soll zur Kontrolle von Menschenmassen und für militärische Zwecke zum Einsatz kommen, könne aber auch zivile Anwendungen haben, berichtet New Scientist. Der SNC-Ingenieur Lev Sadovnik arbeitet an dem System, dessen erste Version innerhalb eines Jahres entstehen könnte.

MEDUSA setzt auf den Effekt, dass kurze Mikrowellenpulse Gewebe schnell erwärmen und dadurch eine Druckwelle im Kopf entsteht, die praktisch "gehört" werden kann. Ein entsprechend "lauter" Ton wäre unangenehm, wirkt irritierend und könnte das Ziel sogar handlungsunfähig machen. Da keine Wahrnehmung über die Trommelfelle erfolgt, gäbe es keine Sicherheitsbeschränkungen der Lautstärke, so Sadovnik. "Der Effekt kann nicht blockiert werden", so der Ingenieur. Das MEDUSA-System werde dank einer Antenne funktionieren, die den Mikrowellenstrahl genau steuern kann und auch ein Anvisieren mehrerer Ziele gleichzeitig erlaubt. Eine mögliche nicht-militärische Anwendung wäre zur Vertreibung von Vogelschwärmen. Vögel seien sehr empfindlich gegenüber dem Effekt, so Sadovnik.

Prinzipiell ist MEDUSA möglich, meint James Lin vom Electrical and Computer Engineering Department der University of Illinois. Allerdings würde ein Hochleistungssystem sehr starke und potenziell gefährliche Druckwellen verursachen, warnt er gegenüber New Scientist. "Ich würde mir Sorgen machen, welche weiteren gesundheitlichen Auswirkungen es gibt", meint der Elektrotechniker. Es sei denkbar, dass es zu Nervenschäden kommt.

Begonnen hat Sadovnik die Entwicklung unter einem Forschungsauftrag der US Navy. Jetzt bemühe sich SNC um die Finanzierung der weiteren Arbeit durch das US Department of Defense. Eine Vorführversion könne in einem Jahr gebaut werden, innerhalb von 18 Monaten ein transportables System folgen.

(Ende)
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