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pte20080317016 Technologie/Digitalisierung, Politik/Recht

Japanische Provider gegen P2P-Filesharing

Bandbreite möglicher Hintergrund der Kampfansage


P2P-Belastung in Japan (Foto: soumu.go.jp)
P2P-Belastung in Japan (Foto: soumu.go.jp)

Tokio (pte016/17.03.2008/11:55) - Vier große japanische Provider-Verbände haben eine Vereinbarung getroffen, illegales Filesharing über P2P-Netzwerke zu bekämpfen. Filesharer, die Copyrights verletzen, sollen bei mehrmaligem Vergehen der Netzzugang gesperrt werden. Offiziell ist dies eine Folge von Beschwerden der Musik-, Film und Softwareindustrien. Einige Beobachter werfen allerdings die Frage auf, ob die Provider dabei nicht auch das Problem der hohen Netzwerkbelastung durch P2P-Übertragungen im Auge haben.

Das aktuelle Agreement sieht vor, dass Rechteinhaber-Vertreter die Provider über IP-Adressen von Nutzern informieren, die wiederholt illegale Kopien angefertigt haben. Betroffene Personen würden von den Providern zunächst verwarnt. Bei weiterem Missbrauch würden Zugänge gesperrt oder Provider-Verträge gekündigt. Ähnliche Ansätze sind in Japan schon früher diskutiert wurden, wurden jedoch aus Gründen des Datenschutzes und der Netzneutralität verworfen. Nun aber gehen die vier Organisationen, denen über 1.000 japanische Provider angehören, auf diesem Weg gegen Copyright-Verletzungen vor.

Einige Beobachter betonen allerdings, dass die nach Schätzungen rund 1,75 Mio. Nutzer von P2P-Filesharing in Japan einen wesentlichen Beitrag zur Netzwerkauslastung im Land beitragen. Daten des japanischen Ministeriums für Innere Angelegenheiten und Kommunikation http://www.soumu.go.jp belegen, dass P2P-Anwendungen in Japan den Löwenanteil am gesamten Datenverkehr verursachen, obwohl nur ein kleiner Teil der Nutzer dafür verantwortlich zeichnet. Besonders auffällige P2P-Nutzer zu sperren, könnte also im Bandbreiten-Interesse der Provider liegen.

Da P2P verstärkt auch für legale Anwendungen zum Einsatz kommt (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080317004 ), können Sperren das Bandbreiten-Problem langfristig kaum lösen. Hier liegen die Hoffnungen eher auf "Proactive network Provider Participation for P2P" (P4P), einem Ansatz, an dem die P4P Working Group der Distributed Computing Industry Association http://www.dcia.info arbeitet. Bei P4P sollen P2P-Netzwerke durch besseres Management möglichst lokale Verbindungen nutzen. Der effizientere Datenverkehr soll durch eine Reduktion des Gesamtvolumens den Providern und durch schnellere P2P-Downloads den Nutzern Vorteile bringen.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Thomas Pichler
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