pte19971210012 in Business
* Was Männer müde macht *
Serotonin-Gehalt im Hypothalamus für Vitalität ausschlaggebend
New York (pte) (pte012/10.12.1997/17:45)
Nach einem Orgasmus brauchen Männer immer einige Zeit, um sich zu erholen. Diese Latenz-Zeit, stellte Elaine Hull von der State University of New York (USA) fest, hängt mit dem chemischen Botenstoff Serotonin zusammen. Denn direkt nach einer Ejakulation, stellte Hull bei männlichen Ratten fest, steigt die Konzentration des Neurotransmitters im sogenannten lateralen Hypothalamus an. Diese Region des Mittelhirns steuert bei Nagern das Sexualverhalten. Sinkt der Serotonin-Gehalt im Gehirn wieder, ist der Ratterich erneut bereit.Dieses Ergebnis läßt sich auch auf Menschen übertragen: Männer sind ebenfalls vom Serotonin-Gehalt im Hypothalamus abhängig. Einige Antidepressiva - beispielsweise Prozac - machen deshalb impotent, weil sie die Serotonin-Konzentration im Gehirn anheben. Hull sucht nun nach Substanzen, die den Serotonin-Gehalt im lateralen Hypothalamus beeinflussen können. Das Ziel: die Entwicklung von Antidepressiva, die das Sexleben intakt lassen. (Quelle: New Scientist, http://www.newscientist.com/ns/971206/nsex.html )
* Mit "Diätpille" gegen Moskitos *
Wissenschaftler der University of Florida wollen mit Hilfe einer Alge und eines Hormons den Kampf gegen Stechmücken gewinnen. "Wir lassen die Alge Chlorella ein moskitoeigenes Hormon produzieren, indem wir ihr das entsprechende Gen einpflanzen", erläutert Dov Borovsky vom Florida Medical Entomology Laboratory. Die hormonproduzierenden Algen, die von Insektenlarven als Nahrung genutzt würden, störten dann die Verdauung der Larven und führten so zu deren Tod. "Zunächst dachten wir, mit dem Hormon ein Regulativ für die Fortpflanzung gefunden zu haben. Aber dann stellten wir fest, daß wir es mit einer Art Diätpille zu tun hatten", führt Borovsky aus. Da die Algen nur während dreier Replikationszyklen das Hormon produzierten, könne es sich auch nicht in der Umwelt anreichern. Das verhindere auch, daß die Insekten resistent gegen das "Hormon" würden.
* Gesund auf Reisen *
Washington - Das amerikanische "Center for Disease Control and Prevention" (CDC) gibt seine Warnhinweise über gesundheitsgefährdende Regionen der Erde nicht länger telefonisch per Ansagedienst an internationale Reisende weiter, sondern richtet statt dessen ab nächstem Jahr einen automatischen, kostenlosen Faxabruf ein. Zwischenzeitlich können Informationen über Impfungen, Epidemien und Vorsorge länderspezifisch unter der Telefonnummer 001/404/332 45 65 eingeholt werden. Fax-Informationen über verschiedene Krankheiten wie Malaria, Cholera und Gelbfieber, können auch jetzt schon über die kostenlose Faxabruf-Nummer 001/888/232 32 99 eingeholt werden. Alle Hinweise sind auch im Internet unter http://www.cdc.gov einzusehen.
* Tierfarmen sind eine gefährliche Quelle für antibiotikaresistente Bakterien *
Zu diesem Schluß kommen holländische Forscher von der Universität Maastricht. Sie hatten über vierzig Truthahnfarmen untersucht, in denen die Tiere Antibiotika als Wachstumsförderer erhalten. Wie das Magazin New Scientist in seiner neuesten Ausgabe berichtet, waren 60 Prozent der Truthühner mit Bakterien infiziert, die gegen das Antibiotikum Vancomycin resistent waren. Vancomycin ist bei einigen Infektionen des Menschen das letzte noch wirksame Antibiotikum. Als besonders alarmierend werten die Forscher, daß sich die Bakterien offenbar auf die in der Umgebung lebenden Menschen verbreiten. So waren 14 Prozent der Nachbarn der Farm mit den gleichen resistenten Bakterien infiziert wie die Truthühner. Die Wissenschaftler machen den Futterzusatz Avoparcin verantwortlich für die massive Verbreitung der Resistenzen. Avoparcin wirkt wie ein Antibiotikum und wurde von der EU bereits zeitweise als Futterzusatz verboten. Wissenschaftler fordern jetzt eine dauerhaftes Verbot des von der Firma Hoffmann-La Roche produzierten Mittels. [Quelle: New Scientist] (Ende)
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