pte19971205004 in Business
* Tamagochi für Grundlagenforscher *
Simulation von Genmanipulationen in virtuellen Bakterien
Tokio (pte) (pte004/05.12.1997/10:49)
Die Forscher an der Keio-Universität Tokio haben ein Computerprogramm entwickelt, mit dem sich Stoffwechselvorgänge und Genmanipulationen in virtuellen Bakterien simulieren lassen. Die Bakterien verfügen über ein eigenes Zellplasma und eine Satz von 127 Genen. Die virtuellen Bakterien können zwar nicht wachsen oder sich teilen - aber Stoffwechselvorgänge, die an lebenden Zellen nur schwer zu beobachten sind lassen sich gut simulieren. Die Software soll zur Entwicklung neuer Biotechnologie-Produkte dienen; die Entwickler halten es aber für möglich, daß sie mit Hilfe des Programms völlig neue Erkenntnisse über Zellen gewinnen.* Treibhausgase aus Binnengewässern *
Binnengewässer setzen mehr Treibhausgase frei, als bisher vermutet wurde.Darauf macht das Berliner Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) aufmerksam. Peter Caspar von der Abteilung Limnologie Geschichteter Seen hat mit britischen Kollegen den stark mit Nährstoffen belasteten See "Priest Pot" untersucht. Der See hat eine Fläche von einem Hektar und eine Tiefe von drei Meter fünfzig. Im Sommer 1997, so Caspar, setzte dieser See täglich 12.000 Liter Treibhausgase frei vor allem Methan und Kohlendioxid.
Alle Binnengewässer der Welt zusammen nehmen eine Fläche von 2,5 Millionen Quadratkilometern ein. Wenn nur die Hälfte der Seen die im "Priest Pot" ermittelte Menge Methan freisetzen würde, entspräche dies einer Menge von 50 Millionen Tonnen Methan im Jahr - fast 8 Prozent des jährlichen Methanausstoßes weltweit. Wenn Binnengewässer nicht mehr überdüngt würden, dann, so Caspar, würden deutlich weniger Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen. (Quelle: IGB) (Ende)
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