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pts20000117016 in Business

Österreich will mehr Ost-Investoren ins Land holen

ABA vermeldet 118 Neuansiedelungen - Farnleitner will weg von "Deutschlastigkeit"


Wien (pte) (pts016/17.01.2000/13:42)

Im Jahr 1999 haben sich erstmals mehr als 100 ausländische Investoren Österreich als Standort ausgesucht. Konkret brachten 118 Projekte Gesamtinvestitionen von 3,8 Mrd. Schilling und 3.047 Arbeitsplätze ins Land. Dies teilte heute, Montag, die staatliche Betriebsansiedelungsgesellschaft Austrian Business Agency ( ABA) http://www.aba.gv.at anlässlich ihrer Bilanzpressekonferenz in Wien mit. ABA-Geschäftsführer Renè Siegl zeigte sich ob des Rekordergebnisses (Zahl der Investoren stieg um 64% gegenüber 1998) zwar zufrieden, gestand aber auch Defizite ein: "Es ist uns leider nicht gelungen, ein Großprojekt nach Österreich zu holen."

51 der 118 Projekte wurden von deutschen Unternehmen realisiert. Mit großem Abstand folgen die Schweiz (12), USA und Italien mit jeweils elf Projekten. Angesichts dieser "Deutschlastigkeit" der Investoren kündigte der für die ABA zuständige Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner eine Strategieänderung an: "Wir müssen unsere Aktivitäten ausweiten, damit wir verstärkt Investoren aus anderen Ländern bekommen", sagte Farnleitner. In erster Linie müssten osteuropäische Unternehmen für den Standort Österreich gewonnen werden, 60 aktuelle Projekte seien bereits im Verhandlungsstadium. Auch der asiatische Markt soll in Zukunft mehr umworben werden.

Als zunehmenden Hauptkonkurrenten bei der Standortwahl nannte die ABA vor allem den Osten Deutschlands. Einige Firmen zogen diesen Standort Österreich vor. Siegl wünscht sich daher mehrere Maßnahmen, um die bestehenden Standortschwächen Österreichs auszumerzen: Er nannte vor allem die Flexibilisierung der Arbeitszeit sowie Änderungen im Anlagenrecht und Ausländerbeschäftigungsgesetz. "Manager von ausländischen Firmen in Österreich fallen immer noch unter die Einwanderungsquote, obwohl sie oft ja nur vier bis fünf Jahre in Österreich bleiben", so Siegl.

Bei den heimischen Standorten war auch 1999 Wien am beliebtesten. 42 Investoren entschieden sich für die Hauptstadt. Branchenmäßig lässt sich ein klarer Trend in Richtung Dienstleitungsunternehmen erkennen. Der Telekombereich inklusive Internet und Call Center eröffnete gleich 13 neue Betriebe in Österreich. Ein eindeutiges Wachstum zeigt auch der Consulting-Bereich mit elf sowie Computer und Software mit neun Ansiedelungen. Eher mager schnitt der Forschungs- und Technologiesektor ab. Lediglich vier ausländische Unternehmen konnten sich für den Standort Österreich begeistern.

Die zur ABA gehörende Filmlocation Austria konnte 1999 elf Filmprojekte - darunter die britische TV-Serie "The Tenth Kongdom" und der deutsche Spielfilm "Schloss Gripsholm" - nach Österreich holen. Das brachte laut Siegl Invstitionen von 26 Mio. Schilling ins Land. Für das Jahr 2000 gäbe es einige lukrative neue Filmprojekte mit Realisierungschancen. Siegl: "Wir hoffen auf zwei Großprojekte, darunter ist auch ein Steven-Spielberg-Film mit Tom Hanks." (as) (Ende)
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