pte19980115006 in Business
* Sprachfähigkeit wird vererbt *
Gesten tauber Kinder aus gleichen sich
Chicago (pte) (pte006/15.01.1998/11:00)
Im alten Streit, ob das menschliche Sprachvermögen angeboren oder erlernt ist, gibt es neue Hinweise für ein ererbtes Grundmuster von Kommunikation. Jüngste Untersuchungen amerikanischer Wissenschaftlerinnen unterstützten die Vermutung, daß sogar die Fähigkeit, einfache Sätze zu bilden, angeboren ist, wird im britischen Fachjournal "Nature" berichtet.Susan Goldin-Meadow und Carolyn Mylander von der Universität von Chicago untersuchten
acht taub geborene, aber ansonsten gesunde Kinder - vier aus den USA und vier aus Taiwan.
Alle Kinder waren zwischen vier und fünf Jahren alt und wurden bei der Kommunikation mit ihren Müttern per Video gefilmt. "Gemessen an den großen Unterschieden zwischen amerikanischer und chinesischer Kultur und Sprache zeigen die Gesten aller Kinder verblüffende Gemeinsamkeiten", schreiben die Autorinnen. Sie folgern nun, daß im Menschen eine angeborene Fähigkeit zur Sprach- und Satzbildung existiert, die unabhängig von der Kultur eigenen Regeln gehorcht.
* Unruhige Augen sind Indiz für Schizophrenie *
Dies sollen Experimente von Sabine Fassbender an der Universität Köln http://www.uni-koeln.de/ zeigen. Die Wissenschaftlerin gab Verwandten ersten Grades von Schizophrenen die Aufgabe, einen sich bewegenden Lichtpunkt so gut wie möglich mit den Augen zu verfolgen. Der Punkt bewegte sich entweder auf einer horizontalen Linie oder sprang ruckartig hin und her. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe schlugen die Verwandten häufiger ihre Lider nieder, reagierten langsamer auf den Lichtpunkt und hatten mehr ruckartige Augenbewegungen.
Nahe Verwandte von Schizophrenen gelten selbst als gefährdet, da die Krankheit genetisch bedingt ist. Es fehlt bisher jedoch eine Diagnosemethode, um die Gefährdung konkret nachzuweisen. Fassbender hofft nun, daß der von ihr entwickelte Test Menschen mit der Erbanlage für Bewußtseinsstörung ausfindig macht. Auch Schizophrene selbst haben unruhige Augenbewegungen, wie frühere Versuche bereits gezeigt haben. Warum die Erkrankung letztendlich auftritt, ist noch ungeklärt. (Quelle: Universität Köln) (Ende)
| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | pr, email: <A HREF=mailto:redaktion@pressetext.at>redaktion@pressetext.at</A>, Tel. 01/402 48 51-0 |
| Website: | pressetext.at |
