pte19971214009 in Business
* Sport hilft gegen Diabetes *
Körperliche Aktivität wirkt Insulin-Resistenz entgegen
Pittsburg (pte) (pte009/14.12.1997/16:35)
Eine Woche lang täglich eine Stunde Training reicht aus, um den Zuckerstoffwechsel deutlich zu verbessern. Das besagen die Ergebnisse einer Studie, die in der Dezember-Ausgabe der Fachzeitschrift "Hypertension" erschienen ist. Eine Arbeitsgruppe um Prof. Michael Brown, Universität Pittsburgh (Pennsylvania/USA), hielt eine Gruppe von übergewichtigen, an Bluthochdruck leidenden Frauen zu intensivem Gymnastik an. Nach sieben Tagen war die Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber dem zuckerregulierenden Hormon Insulin etwa doppelt so gut, verglichen mit den Ausgangswerten.Insulin wird von spezialisierten Zellen der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet und sorgt dafür, daß Muskel- und Leberzellen überschüssigen Zucker aus dem Blut aufnehmen. Der schleichende Verlust der körpereigenen Insulin-Empfindlichkeit ist charakteristisch für "Altersdiabetes" - der häufigsten chronische Erkrankung in Mitteleuropa. Mindestens 400.000 Österreicher leiden an der als "Typ-II-Diabetes" bekannten Erkrankung.
Die Ursachen der zunehmenden Insulin-Resistenz sind auf molekularer Ebene noch weitgehend ungeklärt. Als gesichert gilt jedoch, daß körperliche Aktivität einer Insulin-"Resistenz" entgegenwirkt. Besonders bewährt haben sich vor allem Ausdauersportarten, wie Schwimmen, Radfahren und Laufen. Als Überraschung ist zu werten, daß nach der Pittsburgher Studie bereits eine Woche Sport einen so markant positiven Effekt auf den Zuckerstoffwechsel ausübte. Die Teilnehmerinnen an der Studie waren afrikanisch-stämmige Amerikanerinnen. Diese neigen besonders stark zu Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck.
* Heuschnupfen-Gen entdeckt *
US-Forscher haben ein Gen identifiziert, das in mutierter Form Heuschnupfen und andere Allergien fördert. Menschen mit einer Veränderung in diesem Gen leiden zehnmal häufiger unter asthmabegünstigenden Allergien als andere. Das berichten Mediziner der Washington Universität in St. Louis im New England Journal of Medicine. Das neuentdeckte Gen trägt die Information für einen Rezeptor, der den körpereigenen Botenstoff Interleukin 4 erkennt und bindet. Interleukin 4 steuert die Produktion bestimmter Antikörper, die bei Allergien eine Schlüsselrolle spielen. Das Gen ist jedoch nur eines von mehreren Genen, die an der Entstehung von Allergien beteiligt sind. [Quelle: New England Journal of Medicine] (Ende)
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