pte19970915008 in Business
* Ratten auf der Couch *
Zusammenhang zwischen Umwelteinflüssen und Depression
Mainz (pte) (pte008/15.09.1997/19:39)
Auch Tiere unterliegen Gemütsschwankungen, Ratten etwa zeigen bei Experimenten die gleichen Symptome von Depression wie Menschen, wenn sie ihre Umwelt nicht kontrollieren können. Das erklärte der Leiter des Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (http://www.zi-mannheim.de/zi1.html), Professor Fritz Henn, jetzt bei einem internationalen Symposium des Verbundes Klinischer und Biomedizinischer Forschung (KBF) in Mainz. Antidepressiv wirkende Medikamente können demnach bei Laborratten Depressionssymptome wie typische Schlafstörungen, Appetitmangel und sexuelle Inaktivität lindern."Wenn man seine Umwelt nicht kontrollieren kann, gleich ob positiv oder negativ, dann bekommen Menschen Depressionen", so Professor Henn. Neben den Außenfaktoren existiert auch eine genetische Veranlagung für Depression. Wissenschaftler kreuzten besonders depressiv reagierende Tiere bis sie schließlich nach 30 Generationen sehr sensible Ratten erhielten. Die Forscher erwarten, daß diese Ratten nahezu alle das depressive Verhalten bestimmenden Gene tragen. Ziel sei nun, so Henn, diese Gene zu identifizieren. Ein möglicher Kandidat ist ein Opiatrezeptor-Gen. Möglich sei dadurch ein Zusammenhang von Depression und Drogensucht. Kritiker warnen jedoch vor der übereilten Übertragung von Tierexperimenten auf den Menschen. [Quelle: Michael Lange, Fritz Henn]
* Fünfbeinige Frösche wegen fehlender Ozonschicht *
Oklahoma (pte) - Der Abbau der Ozonschicht könnte für die Mißbildungen bei Fröschen in Nordamerika verantwortlich sein. Diese These stellte jetzt John Bantle von der Oklahoma State University in Stillwater/USA (http://www.osu.okstate.edu/) auf. Seit zwei Jahren häufen sich Berichte, wonach Frösche in Feuchtgebieten Nordamerikas zu wenige oder zu viele Beine aufweisen. Daran, meint Bantle, sei indirekt die Ausdünnung der Ozonschicht schuld. Dadurch erreiche mehr energiereiche Ultraviolett-Strahlung die Lebensräume der Frösche und spalte das weitverbreitete Pflanzenschutzmittel "Methopren".
Die dabei entstehenden Bruchstücke könnten Körpermißbildungen hervorrufen, berichtet das britische Wissenschaftsblatt "New Scientist" in seiner aktuellen Ausgabe. Methopren wirkt wie ein Insektenhormon und wird im Kampf gegen Moskitos eingesetzt. Es verhindert die Entwicklung von der Larve zur erwachsenen Mücke. Dem Bericht zufolge gibt es weitere Pestizide, die unter UV-Licht in weitaus giftigere Bestandteile zerfallen. [Quelle: New Scientist] (Ende)
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