pte19971205005 in Business
* Pille für Elefanten *
Experiment im Krüger Nationalpark in Südafrika erfolgreich
Berlin (pte) (pte005/05.12.1997/12:34)
Nach Auffassung von Wildtierforschern aus dem Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) http://www.wbl.de/iwbl/c/IZW.htmlkönnten sich Elefantenbestände in Reservaten bis zu einem gewissen Grad schonend regulieren lassen, ohne die überzähligen Tiere durch sogenanntes Culling abschießen zu müssen. Die Experten haben nachgewiesen, daß dem oft bedrohlichen Anwachsen der Population in eingezäunten Reservaten durch Verabreichung einer bestimmten Dosis Östrogen hinter dem Ohr weiblicher Tiere gegengesteuert werden könnte.
Institutsdirektor Prof. Reinhold R. Hofmann gab bekannt, daß diese hormongestützte Methode von einem IZW-Team über 15 Monate im Krüger Nationalpark in Südafrika mit Erfolg getestet worden. Keine der dabei behandelten zehn Elefantenkühe sei trächtig geworden. In einer nichtbehandelten Vergleichs-Gruppe, die zur Kontrolle diente, betrug die Schwangerschaft dagegen 88 Prozent. Bei einem Parallelexperiment, das von einer amerikanisch/südafrikanischen Gruppe ebenfalls im Krüger-Nationalpark durchgeführt wurde und die Kontrazeption auf einem methodisch anderen Wege (Immunisierung) verfolgte, wurden dagegen von 18 behandelten Elefantenkühen 8 trächtig. Das entspricht einer Quote von 44 Prozent.
* Vielfalt wichtig für Überleben *
Nicht nur die funktionale Vielfalt eines Ökosystems ist entscheidend für seine Stabilität, sondern auch die Vielfalt innerhalb einer funktionellen Gruppe. Je mehr Arten beispielsweise für Photosyntheseleistungen oder für den Abbau von organischem Material sorgen, desto flexibler wird das aus ihnen bestehende System. Den Nachweis dafür - zumindest auf mikrobiellem Gebiet - brachten jetzt Wissenschaftler von der University of Minesota. Shadid Naeem und Shibin Li hatten die Entwicklung künstlicher Mikro-Ökosysteme mit unterschiedlich vielfältigen funktionellen Gruppen untersucht. Mit größerem Artenreichtum entwickelte sich auch die Systeme besser. "Das ist ein weiteres Argument für den Erhalt der Biodiversität der Erde", so Naeem.
* Alternativer Nobelpreis *
Am Montag ehrt die Stiftung "Right Livelihood" in Stockholm die Preisträger des Alternativen Nobelpreises. Der 1980 von Jakob v. Uekuell gestiftete Preis soll Leistungen zur Lösung von Umweltproblemen und zur Verbessrung der Lebensbedingungen auszeichnen. Den Preis teilen sich in diesem Jahr der Deutsche Michael Succow, der Franzose Mycle Schneider, der Japaner Jenzaburo Takagi, die US-Amerikanerin Cindy Duehring und Joseph Ki-Zerbo aus Burkina Faso. (Ende)
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