pte19971007002 in Business
* Passivrauchen doch gefährlich *
Deutsche Studie: Auf die Dosis kommt es an
Essen (pte002/07.10.1997/17:21)
Nach den Milliarden-Dollar-Deals zwischen US-Tabakkonzernen und Betroffenen erwartet die Tabakbranche schon der nächste Schlag: Entgegen unzähliger Studien, die zu dem Ergebnis kommen, daß Passivrauchen nicht gefährlich ist, belegt nun eine der größten Studien, die jemals zum Thema Rauchen durchgeführt worden ist, daß der blaue Dunst auch Nichtrauchern schadet.Über einen Zeitraum von sieben Jahren hatten Wissenschaftler des GSF-Forschungszentrums in Neuherberg und des Universitätsklinikums Essen die Daten von 5.307 Patienten mit Lungenkrebs und von 5.455 Personen ohne Erkrankung ausgewertet. Auch wenn der Abschlußbericht erst demnächst veröffentlicht wird, gab das Institut für Epidemiologie des GSF die wichtigsten Ergebnisse schon vorab bekannt:
Wer 10 bis 15 Jahre in einem Arbeitszimmer mit stark rauchenden Kollegen sitzt, hat ein zweifach höheres Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, als andere Menschen, die kaum mit Zigarettenrauch in Berührung kommen. Wer jedoch, wie es in der Studie heißt, nicht "hoch", sondern nur "relevant exponiert", dem Rauch also nur durchschnittlich stark ausgesetzt ist, der muß Lungenkrebs nicht mehr fürchten, als jemand, der sich von jeder Rauchquelle fernhält. Wer dennoch schon beim kleinsten Qualmwölkchen in Panik ausbricht, dem sei hiermit wissenschaftlich attestiert, daß er rein emotional handelt. (Ende)
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