pte19970916008 in Business
* Neues AIDS-Medikament für Ende des Jahres erwartet *
Wirkung zehnmal so stark als herkömmliche Mittel
San Francisco (pte) (pte008/16.09.1997/23:20)
Ein neues AIDS-Medikament, das zehnmal wirksamer ist als die bisherige Invirase, soll Ende des Jahres unter dem Markt-Namen Fortovase erhältlich sein. Wie Wissenschaftler des Pharma-Konzerns Hoffmann-LaRoche gestern in San Francisco auf einer Tagung der amerikanischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten sagten, ist die Zulassung bei der amerikanischen Arzneimittel-Behörde beantragt.Bei Fortovase handelt sich um eine Modifikation des Protease-Hemmers Saquinavir. Nach seiner Einnahme zusammen mit den beiden Standard-Aids-Medikamenten AZT und 3TC konnten HI-Viren im Blut anschließend nicht mehr nachgewiesen werden. Die Versuche wurden an 41 Freiwilligen durchgeführt, die bislang keine AIDS-Medikamente erhalten hatten. Die Nebenwirkungen wie Übelkeit und Durchfall wurden als gering und kurzlebig bezeichnet.
* Frühdiagnose von Lungenkrebs bald möglich? *
Bei der Frühdiagnose und Therapie von Lungenkrebs konzentrieren sich die Hoffnungen jetzt auf das neuentdeckte Gen PLK, das von Wissenschaftlern des biomedizinischen Forschungsinstitutes "Georg-Speyer-Hauses" in Frankfurt am Main gefunden wurde. PLK kommt in allen teilungsfähigen Geweben vor - in Tumoren ist es aber in einer sehr viel höheren Konzentration anzutreffen als in gesundem Gewebe.
Je mehr PLK-Gene im Gewebe sind, desto aggressiver ist der Tumor und um so kürzer ist auch die Überlebensdauer des Patienten mit Lungenkrebs. Untersuchungen haben gezeigt, daß eine Hemmung der PLK-Vermehrung auch die Teilung von Krebszellen vermindert. An Lungenkrebs sterben weltweit jährlich etwa 800.000 Menschen - eine Frühdiagnose wie bei anderen Krebsarten ist derzeit noch nicht möglich.
* Langzeit-Wirkung von Amphetaminen bei Hyperaktivität bestätigt *
Nach Ansicht schwedischer Wissenschalfter können Amphetamine hyperaktive Kinder doch längerfristig beruhigen.Vorausgegangene Studien hatten dem Medikament nur eine kurzfristige Wirkung zugesprochen. Laut Christofer Gillberg von der Universität Göteborg dauert hingegen der Langzeiteffekt mindestens ein Jahr, außerdem sei der Intelligenzquotient der Kinder, die mit Amphetaminen behandelt wurden, deutlich mehr gewachsen als der einer Kontrollgruppe.
Wie die Wissenschaftler in der neuesten Ausgabe der US-Fachzeitschrift "Archives of General Psychiatry" schreiben, haben sie 62 Kinder im Grundschulalter untersucht, die unter Hyperaktivität mit Konzentrationsstörungen litten. In Fachkreisen gilt die Therapie mit Amphetamien bei Kindern als umstritten. (Ende)
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