pts19990419013 in Business
"Minifernrohr" fürs Auge ab Sommer in Österreich
Neue Linse verspricht Hilfe für altersbedingte Netzhauterkrankungen
Seattle/Innsbruck (pts013/19.04.1999/10:00)
Auf der Tagung der Amerikanischen Gesellschaft für Cataract und Refraktive Chirurgie (ASCRS) in Seattle (US-Bundesstaat Washington) wurde in der vergangenen Woche erstmals eine Linse vorgestellt, die bei altersbedingten Netzhauterkrankungen (Maculadegeneration) zu einer wesentlichen Sehverbesserung führt. Laut dem Innsbrucker Augenchirurgen Univ.Prof Dr. Mathias Zirm funktioniert die implantierte Linse wie ein "Minifernrohr" und verspricht Hilfe für Patienten, die kein Lesevermögen mehr aufweisen, also praktisch blind sind. Mit einer Linsenkombination im Augeninneren wird dabei ein "Fernrohr-Effekt" erzielt.Dr. Zirm, der bereits seit Monaten Erfolge mit der Implantation der sogenannten Teledioptrischen Linse (TDL) hat, wird die neue Minifernrohr-Linse als Teilnehmer einer weltweiten Studie ab Sommer 1999 auch in Österreich exklusiv einsetzen. Die TDL ist ein Vorläufer der jetzt vorgestellten Miniteleskoplinse und fand schon bisher internationalen Einsatz. Die Tagung der ASCRS ist die bedeutendste Tagung für Cataract- und Refraktive Chirurgie und der weltweit größte Kongreß für die operative Behandlung von derartigen Augenproblemen.
Zwtl.: US-Anerkennung für österreichischen Augenchirurgen
Großes Echo für Operationsmethode zur Entfernung von Hornhauttrübungen
Großes Echo fand der Innsbrucker Augenchirurg auf der Tagung für die von ihm erfundene RRK-Operationsmethode zur Entfernung von Hornhauttrübungen. Zirm stellte die Ergebnisse seiner Arbeit in vier Vorträgen und einem wissenschaftlichen Film vor 6.000 Fachkollegen aus aller Welt vor, er war als einziger Referent aus Österreich an dem internationalen Kongreß tätig.
Die sogenannte "Refraktive Rotationskeratoplastik" (RRK) wurde von Prof. Zirm in Innsbruck entwickelt und wird dort seit 1996 erfolgreich eingesetzt. Der für den Patienten schmerzfreie Eingriff erfolgt ambulant bei lokaler Betäubung und dauert eine halbe Stunde, danach kann der Patient das Spital wieder verlassen. Angewandt wird die RRK bei Schäden wie Hornhauttrübungen, Narben oder optischen Fehlern, wobei durch den Eingriff z.B. Trübungen aus dem Zentrum der Hornhaut in die Peripherie weggedreht werden können, wo die Sehkraft nicht mehr beeinträchtigt wird.
Basierend auf dem Know-how der RRK entwickelte Prof. Zirm in Innsbruck die "Free Flap Transplantation", bei der nicht eigenes Hornhautgewebe, sondern ein Teil einer Spenderhornhaut verwendet wird.
Zwtl. Zunehmende volkswirtschaftliche Bedeutung der refraktiven Augenchirurgie
Die operative Behandlung von Fehlsichtigkeit gewinnt gerade wegen der zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Krankenkassen bei der Finanzierung unseres Gesundheitssystemes enorme volkswirtschaftliche Bedeutung. Jüngste Untersuchungen des Frankfurter Augenarztes Dr. Schalnus zeigen, daß sich die Kosten einer refraktiven Operation gegenüber den Kosten für Kontaktlinsen, welche die Krankenkassen bei hochgradiger Fehlsichtigkeit zu ersetzen haben, bereits nach 10 Jahren ausgleichen. An der Wirtschaftsuniversität Wien wird so etwa derzeit eine Diplomarbeit zur "wirtschaftlichen Bedeutung der LASIK-Behandlung" durchgeführt.
Die LASIK-Chirurgie kann weltweit auf ausgezeichnete Ergebnisse verweisen, immer mehr Augenärzte setzen sie auch in Europa ein. Die LASIK-Operation, eine Methode zur Behandlung der Fehlsichtigkeit mittels Laser, die sich bisher im Stadium der wissenschaftlichen Überprüfung befunden hat, wird deshalb noch in diesem Jahr klinisch anerkannt werden.
Information: Univ.Prof. Dr. Mathias Zirm, Fallmerayerstraße 3, A-6020 Innsbruck, Tel. 0512/581860, Fax 5818601 oder 378 354, E-Mail: office@zirm.net
Foto: Grafische Darstellung der ersten Miniteleskoplinse, die bei praktischer Erblindung allein in den USA 20 bis 30 Millionen Menschen wieder sehend machen kann. (Ende)
| Aussender: | Augenzentrum Prof. Zirm GmbH |
| Ansprechpartner: | Univ.Prof. Dr. Mathias Zirm |
| Tel.: | 0512/581860 |
| E-Mail: | office@zirm.net |
| Website: | www.zirm.net |
