pte19971023010 in Business
* Microsoft setzte Hersteller unter Druck *
US-Justizministerium deckt unsaubere Praktiken des Computerriesen auf
Washington (pte) (pte010/23.10.1997/22:40)
Im Zuge der Untersuchungen von Microsoft durch das US-Justizministerium sind Dokumente aufgetaucht, die beweisen, daß Microsoft PC-Hersteller, darunter Compaq und Gateway, unter Druck gesetzt hat. Die Hersteller mußten Windows 95 so auf den Rechnern vorinstallieren, daß ein festes, nicht zu löschendes Internet-Explorer-Icon auf dem Desktop zu sehen war. Im Falle einer Zuwiderhandlung drohte Microsoft den Firmen offen mit dem Entzug der Windows-95-Lizenz. Es ist anzunehmen, daß praktisch alle Hersteller, die Windows 95 lizensieren, ähnliche Vereinbarungen mit Microsoft haben. Da praktisch alle Microsoft-Vertragspartner zum Stillschweigen verpflichtet sind, wurde bisher nichts von diesen Praktiken bekannt. Das US-Justizministerium verlangt von Microsoft, in künftigen Verträgen auf derart weitreichende Schweigepflichten zu verzichten.
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