business

AUSSENDER



Österreichische Kreditversicherung Coface AG (ÖKV Coface)

Ansprechpartner: Marie Therese Koller
Tel.: (01) 485 200 071
E-Mail: mth.koller@mediapro.co.at

FRüHERE MELDUNGEN

pts19990916016 in Business

ÖKV warnt Exporteure

Insolvenzen in Österreichs wichtigsten Exportmärkten gestiegen


Wien (pts016/16.09.1999/11:00)

In Österreichs wichtigsten Exportmärkten ist die Anzahl der Insolvenzen wieder gestiegen, so die ÖKV, die derzeit österreichische Exportgeschäfte im Wert von 62 Mrd. Schilling gegen Zahlungsausfall und -verzug versichert hat.

So haben die Insolvenzen in Deutschland, Österreichs Abnehmerland Nummer eins, 1998 um 2,4 Prozent zugenommen, in Italien, Österreichs zweitwichtigstem Exportmarkt, sind die Insolvenzen 1998 um 0,6 Prozent gestiegen. Für heuer erwartet die ÖKV eine Stabilisierung auf hohem Niveau.

GEWINNER SCHWEIZ UND GB, VERLIERER UNGARN

Eine Verbesserung der Insolvenzsituation gab es hingegen in der Schweiz, unter Österreichs Exportmärkten an dritter Stelle, wo 1998 ein Rückgang um 2,1 Prozent zu verzeichnen war. In Ungarn, bereits zu Österreichs viertwichtigstem Exportland aufgerückt, musste ein Ansteigen der sogenannten "Liquidationsverfahren" um 6,4 Prozent in Kauf genommen werden.

Eine Verbesserung gab es auch in Frankreich und Großbritannien, unter Österreichs Abnehmerländern jeweils an fünfter und sechster Stelle, wo man 1998 einen Rückgang der Insolvenzen um 9,9 Prozent bzw. 1,4 Prozent verzeichnen konnte. Zu den Verlierern der europäischen Insolvenzentwicklung zählen Portugal, Luxemburg, Belgien und Griechenland, aber auch Österreich (+3,1 Prozent).

EXPORTEURE UNTERSCHÄTZEN RISIKO

Die Risikoeinschätzung des heimischen Exporteurs entspräche jedoch nicht der tatsächlichen Situation, stellt die ÖKV fest, denn noch immer würden die österreichischen Haupthandelsländer Deutschland und Italien als unproblematisch eingestuft, während man bei Exporten in Reformländer viel eher hohen Absicherungsbedarf sähe.

FORDERUNGSAUSFÄLLE SIEBEN MAL HÖHER ALS BRANDSCHÄDEN

"Die unrealistische Markteinschätzung läßt sich auch anhand eines Vergleiches der Forderungsausfälle mit den Brandschäden belegen", so Volker Beninde, Vorstandsvorsitzender der ÖKV. "Im Jahre 1998 betrugen die Brandschäden rund 4,9 Mrd. Schilling, während im gleichen Zeitraum die Schäden österreichischer Lieferanten durch Forderungsausfälle sich mit rund 35 Mrd. Schilling zu Buche schlugen. Die Marktdurchdringung bei der Feuerversicherung liegt jedoch bei 98 Prozent, in der Kreditversicherung hingegen nur bei zirka 20 Prozent."

EXPORTVERSICHERUNG BOOMT

Die schwachen Exportzuwächse des heurigen Jahres (laut WKÖ 3,7 Prozent im ersten Quartal 1998) finden in der Geschäftsentwicklung der ÖKV keinen Niederschlag. Sie konnte im ersten Halbjahr 1999 eine Steigerung in der Exportkreditversicherung um 10,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs verzeichnen, wovon ein großer Teil auf die Versicherung von Exporten in Reformländer entfiel. Trotzdem stellt die Absicherung von Exportgeschäften mit Reformländern im gesamten ÖKV Portfolio lediglich 8 Prozent dar, 96 Prozent entfallen hingegen auf die Versicherung von Exporten in OECD-Länder und 79 Prozent auf den Handel mit EU-Ländern.

Bei der Absicherung von Inlandsgeschäften wurde ein Rückgang von 1,8 Prozent verzeichnet, den die ÖKV auf sinkende Preise in der Stahl- und Papierbranche, auf das geringere Wirtschaftswachstum in Österreich, aber auch den Wettbewerb unter den Kreditversicherungen zurückführt.
Insgesamt konnte die ÖKV im ersten Halbjahr Prämieneinnahmen von 286 Mio. Schilling verzeichnen, was gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs ein Plus von 4 Prozent darstellt. Der Gewinn des ersten Halbjahres betrug 13,7 Mio., der Schadenverlauf lag im Juli bei 74,9 Prozent.

ALLROUND-DIENSTLEISTUNG FÜR ABSICHERUNG VON AUSSENSTÄNDEN

Die ÖKV versichert Inlands- und Exportgeschäfte österreichischer Unternehmen gegen Zahlungsausfall und -verzug. Mit ihrem neuesten Produkt EKV Comfort bietet sie auch das Inkasso von Auslandsforderungen an, womit sie ihre Entwicklung zum Allround-Dienstleister für die Absicherung von Außenständen konsequent fortsetzt.

Bei der Versicherung von Exportgeschäften bedient sie sich des weltweiten Netzes der Coface-Gruppe, zu der die ÖKV seit 1997 gehört, wodurch sie in insgesamt 70 Staaten der Welt vertreten ist.Von der internationalen Ratingagentur Fitch IBCA mit "AA" (sehr hohe Kreditqualität) bewertet, ist die Gruppe der weltgrößte Exportkreditversicherer, Frankreichs Nummer eins auf dem Sektor Kreditinformation und Mandatar bei Staatsgarantien für französische Exporte. Die Gruppe verbuchte 1998 Prämieneinnahmen in Höhe von rund 9,8 Milliarden Schilling und beschäftigte 3000 Mitarbeiter. (Ende)
Aussender: Österreichische Kreditversicherung Coface AG (ÖKV Coface)
Ansprechpartner: Marie Therese Koller
Tel.: (01) 485 200 071
E-Mail: mth.koller@mediapro.co.at
Website: www.coface.at
|
Top