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Österreichische Kreditversicherung Coface AG (ÖKV Coface)

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pts20010308014 in Business

ÖKV: Österreichs Firmen verloren 2000 viel Geld

9,2 Milliarden Verluste durch Kundeninsolvenzen


Wien (pts014/08.03.2001/10:16)

Von den insgesamt 36,8 Milliarden Schilling (2,7 Mrd. Euro) Gläubigerschäden im Jahr 2000 muss rund ein Viertel, das sind 9,2 Milliarden Schilling (0,7 Mrd. Euro) von den österreichischen Firmen bewältigt werden, berichtet die Österreichische Kreditversicherungs-AG, die Lieferanten gegen Zahlungsausfall und -verzug ihrer Kunden versichert. Der Rest der Gläubigerschäden entfalle auf Banken, Finanzämter, Krankenkassen und Mitarbeiter.

Aufgrund der noch nicht vollständig durchgeführten Abwicklung der Konkurse des Jahres 2000 seien jedoch Quotenzahlungen und die Verwertung von Konkursmassen in dieser Summe noch nicht vollständig berücksichtigt.

45 % der Firmen verzeichnen Kundeninsolvenzen

Insgesamt hatten 45,3 % aller österreichischen Unternehmen Verluste durch Insolvenzen ihrer Kunden zu verzeichnen. Im Handel waren es sogar 59,6 % der Betriebe, um 12 % mehr als noch 1999. Auch die Bauwirtschaft war 2000 mehr als im vorangegangenen Jahr durch Insolvenzen ihrer Kunden betroffen, nämlich zu 39,6 % (1999: 35,8 %). Einen Rückgang der Forderungsverluste konnte die ÖKV, die sich auf aktuelle Studien, Saldenmeldungen ihrer Kunden und eigene Schadensstatistiken stützt, bei den Dienstleistern und beim Verarbeitenden Gewerbe feststellen, die zu 37,5 % bzw. 46,3 % (1999: 41,3 %/53,6 %) von Kundeninsolvenzen betroffen waren.

Rückgang hoher Forderungsausfälle

Insgesamt machte sich der Rückgang der österreichischen Großinsolvenzen auch bei der Höhe der Forderungsverluste bemerkbar. Waren es 1999 noch 11 % der Unternehmen, die Forderungen von über 1 % ihres Umsatzes abschreiben mußten, waren es 2000 nur mehr 8,0 %. Besonders betroffen war wiederum die Bauwirtschaft, wo 12,6 % der Betriebe Forderungsverluste von über 1 % des
Umsatzes zu verkraften hatten. Während die Verluste bei kleineren Abnehmern (bis zu 0,1 % des Umsatzes) bis auf das Verarbeitende Gewerbe in allen Branchen rückläufig waren, haben Verluste bei mittelgroßen Kunden (bis zu 0,5 % des Umsatzes) in allen Branchen zugenommen.

Lieferant ungeschützt

Lieferanten sind neben den Banken die größten Financiers ihrer Kunden (Lieferantenkredit). "Im Konkursfall hat der Lieferant gegenüber anderen Gläubigern aber eine relativ ungeschützte Stellung", so Dkfm. Volker Beninde, Vorstandsvorsitzender der ÖKV. "Während Banken meist über Sicherheiten verfügen und auch über die finanzielle Lage ihres Kunden informiert sind, hat der Lieferant im günstigsten Fall einen Eigentumsvorbehalt, der beim Massewalter erst angemeldet und durchgesetzt werden muss."

20 % der Betriebe kreditversichert

Nur 20 % aller österreichischen Betriebe hätten eine Kreditversicherung, die bei Insolvenz eines Kunden den Schaden abdeckt, stellt die ÖKV fest. Vergleiche man dies jedoch mit der Marktdurchdringung in der Feuerversicherung, wo die Schäden 1999 (letzte verfügbare Zahl des Versicherungsverbandes) bei einer Marktdurchdringung von 98 % 1,8 Millarden Schilling betragen hätten, könne man insgesamt von einem geringen Risikobewußtsein der Unternehmen reden.

Sorgenkinder Bau- und Fleischbranche

Derzeit sei die Lage in der Bauwirtschaft und in der Fleischbranche kritisch, so die ÖKV. Beninde: "Durch BSE und die Schweinepest besteht auf allen Herstellungs- und Handelsstufen erhöhtes Risiko, es werden Umsatzeinbrüche von 50 % und mehr verzeichnet. Unternehmen mit hohen Fixkostenanteilen haben es schwer, sich anzupassen."

ÖKV weiterhin Marktführer

Mit einem Marktanteil von 55 % ist die ÖKV weiterhin die führende Kreditversicherung Österreichs. Der leichte Rückgang der Insolvenzen schlug sich bei der ÖKV trendmäßig in einer Verbesserung des Schadensverlaufs nieder, der jedoch, so Beninde, angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Bau- und Fleischbranche keineswegs gesichert sei.

Nähere Auskünfte und Informationen:

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