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Österreichische Kreditversicherung Coface AG (ÖKV Coface)

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pts20001212008 in Business

ÖKV: Exportkunden zahlen langsamer

Zahlungsfristen im Export häufiger überzogen - Ursache Konjunkturabschwächung - Zahlungsweise Ausdruck der Marktmacht - Umsatzwachstum der Coface-Gruppe +14,4%


Wien (pts008/12.12.2000/09:32)

Infolge der Konjunkturabschwächung im Herbst 2000 kommt es zu einer Verschlechterung der Zahlungsweise in den wichtigsten Exportmärkten Österreichs. Dies stellt die Österreichische Kreditversicherungs-AG bei der laufenden Beobachtung der Zahlungen der von ihr versicherten Exporte in Höhe von rund 65 Milliarden Schilling fest. Untermauert werden diese Aussagen durch die Studien der Groupe Coface, der größten Exportkreditversicherung der Welt, zu der die ÖKV seit 1997 gehört.

Spanier, Niederländer, Griechen zahlen langsamer

Deutlich verschlechtert hat sich die Zahlungsweise in Spanien, den Niederlanden und Griechenland. Auf Zahlungen aus diesen Ländern mußten Österreichs Exporteure im September 2000 um 3 Tage länger als noch im Juni warten, wobei die Zahlungsfrist in Spanien um 18, in den Niederlanden um 15 und in Griechenland um 19 Tage überzogen wird. Auf Geld aus Deutschland, Österreichs wichtigstem Exportmarkt, warten Exporteure nun 15 Tage statt 13 Tage über das vereinbarte Zahlungsziel hinaus. Spitzenreiter beim Überziehen der Zahlungsfrist ist jedoch weiterhin Italien mit 28 Tagen.

Um 1 Tag mehr als im Juni 2000 überziehen die Zahlungsfrist Portugal und Großbritannien. In absoluten Zahlen heißt das für Portugal-Exporteure, daß sie ihr Geld nun 88 statt 87 Tage nach der vereinbarten Zahlungsfrist bekommen. Großbritannien überzieht "nur" 19 Tage.

Rascheres Geld aus den USA und der Schweiz

Ein etwas rascherer Geldfluß in Relation zum Frühsommer 2000 ist nur aus den USA und der Schweiz festzustellen. In absoluten Zahlen ausgedrückt, warten Exporteure in diese Länder jedoch ohnehin länger als im weltweiten Durchschnitt auf Geld: In den USA wird die vereinbarte Zahlungsfrist nun nicht mehr um 27 sondern "nur" mehr um 26 Tage überschritten und in der Schweiz "nur mehr" 23 statt 24 Tage. In Frankreich wird die Zahlungsfrist um durchschnittlich 13 Tage überzogen, was in etwa der Überziehungsfrist vom Juni 2000 entspricht.

Reformländer weiterhin riskant

Eine Verbesserung der Zahlungsfähigkeit ist in den Reformländern, mit Ungarn und Tschechien schon an vierter und neunter Stelle unter Österreichs Exportmärkten, festzustellen. Sehr gut bleibt die Zahlungsweise der Ungarn, die vereinbarte Zahlungsfristen nur um 13 Tage überschreiten. Gelder aus Polen treffen - wie schon im Frühsommer 2000 - um 25 Tage zu spät ein. Im Vergleich zum Juni 2000 verbessert hat sich das Zahlungsverhalten tschechischer Firmen, wo jedoch ohnehin von einem sehr schlechten Zahlungsverhalten auszugehen war: Nun werden die Zahlungsfristen dort "nur" mehr um 52 statt um 58 Tage überzogen. Exporte nach Tschechien bleiben somit weiterhin sehr riskant.

Zahlungsweise Ausdruck von Marktmacht

Ob an dieser Überziehung der Zahlungsfristen durch die von der EU im Frühjahr 2000 beschlossene Richtlinie zur Bekämpfung des Zahlungsverzugs etwas geändert werden kann, bezweifelt die ÖKV. Schließlich sei die Zahlungsweise auch ein Ausdruck der Marktmacht, was schon dadurch zum Ausdruck komme, daß rund ein Drittel der Zahlungen erwiesenermaßen absichtlich verzögert werde. Es sei somit kein Zufall, daß in Europa vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen - laut Eurostat über 90 % der Unternehmen) unter Zahlungsverzug leiden.

Groupe Coface: 14,4 % Wachstum

Die Coface-Gruppe, die weltweit in den Bereichen Kreditversicherung, Inkasso und Wirtschaftsinformation tätig ist, erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres einen Umsatz von rund 8,7 Milliarden Schilling (627,3 Mio. Euro), was einer Steigerung von 14,4 % gegenüber dem Vergleichzeitraum des Vorjahrs entspricht. Auf Basis der Wechselkurse von 1998 entspricht dies einem Umsatzwachstum von 8,9 %.

In den ersten drei Quartalen des Jahres wurden 71,8 % des Gruppenumsatzes in der Kreditversicherung erzielt, 28,2 % durch die Auskunfteien und das Inkassoservice der Gruppe. Die 11,6 %ige Steigerung des Umsatzes in Deutschland durch die AK Mainz, in Österreich durch die ÖKV und in Frankreich (Coface) ist ein Zeichen für die Erholung in den Stammärkten, während das Umsatzwachstum der Gruppe von
23,1 % in den übrigen europäischen Ländern, in Asien und Amerika die starke Entwicklung in den "neuen Märkten" widerspiegelt.

Nähere Auskünfte und Informationen bei der Pressestelle ÖKV

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