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Österreichische Kreditversicherung Coface AG (ÖKV Coface)

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pts20000713017 in Business

ÖKV 1999: Gutes Ergebnis trotz Insolvenzrekords

Leichtes Prämienplus - Schadensaufwendungen durch Insolvenzrekord 1999 gestiegen - 21 % Steigerung im Neugeschäft - neues Internet-Geschäftsfeld @rating


wien (pts017/13.07.2000/12:32)

Die Österreichische Kreditversicherungs-AG (ÖKV), die Inlands- und Exportgeschäfte im Wert von rund 125 Milliarden Schilling (9,1 Mrd. Euro) versichert, konnte 1999 Prämieneinnahmen von 493 Millionen Schilling (35,8 Mio. Euro) erzielen, was einer Steigerung um 0,3 % gegenüber 1998 entspricht.

Aufgrund des österreichischen Insolvenzrekords im Jahr 1999 fielen jedoch hohe Schadenszahlungen an, die das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gegenüber 1998 um 7,4 % auf 28 Millionen Schilling (2 Mio. Euro) und den Jahresüberschuss um 4,3 % auf 19,5 Millionen Schilling (1,4 Mio. Euro) drückten.

Aufgrund der hervorragenden Kapitalausstattung der Gesellschaft konnte jedoch der Bilanzgewinn gegenüber 1998 um 8,6 % auf öS 8,8 Mio. (0,6 Mio. Euro) gesteigert werden.

Starker Exportzuwachs gleicht Inlandsumsatz aus

Das schwächere österreichische Wirtschaftswachstum des Jahres 1999 (+ 2,2 % gegenüber 3,3 % im Jahr 1998) und die in Folge geringeren Umsätze österreichischer Unternehmen hatten direkten Einfluss auf das Prämienwachstum in der Warenkreditversicherung (WKV), das gegenüber 1998 um 1,6 % zurückging.

Hingegen konnte in der Exportkreditversicherung (EKV) 1999 eine Prämien-steigerung von 5,5 % erreicht werden. Erstmals nahmen damit Waren- und Exportkreditversicherung einen etwa gleich hohen Anteil im Gesamtportefeuille der ÖKV ein (jeweils 48,2 % und 47,1 %, 4,7 % entfallen auf die Garantieversicherung).

Schadensverlauf unterschiedlich

Der Insolvenzrekord österreichischer Unternehmen (+ 21,6 % gegenüber 1998) wirkte sich stark auf den Schadensverlauf der ÖKV aus. Während in der Warenkreditversicherung (Absicherung von Forderungen an österreichische Abnehmer) eine Verschlechterung des Schadensverlaufes von 75,5 % im Jahr 1998 auf 82,0 % im Jahr 1999 in Kauf genommen werden mußte, konnte das Verhältnis von Prämieneinnahmen und Schadensaufwendungen in der Exportkreditversicherung von 72,0 % auf 64,5 % verbessert werden. Der Gesamtschadensverlauf betrug somit 80,3 %, im Vorjahr 77,6 %.

Differenziertes Absicherungsangebot

Das differenzierte Absicherungsangebot der ÖKV, das von der Deckung des Zahlungsausfalls in- und ausländischer Abnehmer, des Zahlungsverzugs, der Kosten für Rechtsverfolgung und Betreibung bis zum Inkasso reicht, wird von österreichischen Firmen am stärksten im Export genutzt: 30 % aller EKV-Polizzen sind mit mehreren Absicherungsvarianten ausgestattet. In der Sparte WKV sind 12 % der Polizzen mit einer oder mehreren zusätzlichen Absicherungsvarianten versehen.

Neugeschäft um 21 % gesteigert

Die starke Akzeptanz der ÖKV-Produkte kommt auch in der Steigerung des Neugeschäfts zum Ausdruck, welches ein Plus von 21,3 % gegenüber dem Neugeschäft des Jahres 1998 ausweist.

Aussichten 2000

Da für 2000 ein österreichisches Wirtschaftswachstum von über 3 % prognostiert werde und die Insolvenzen im Zeitraum Jänner bis Juni um 12 % geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres seien, erwartet die Österreichische Kreditversicherungs-AG für das heurige Jahr eine Verbesserung bei Prämien-einnahmen und beim Schadensverlauf in der Warenkreditversicherung.

Trotzdem bedeute der Rückgang der Insolvenzen nur ein Absinken von einem sehr hohen Niveau, denn die für 2000 prognostizierte Insolvenzzahl von 5200 liege noch immer über den Durchschnitt der letzten 10 Jahre (jeweils 4.500 Insolvenzen). Auch die Großinsolvenz der Howe-Gruppe, von der die ÖKV jedoch kaum betroffen sei, zeige, daß Überraschungen niemals auszuschließen seien.

Die Insolvenzentwicklung in den wichtigsten österreichischen Exportländern sei recht unterschiedlich - während in Deutschland, Italien und Frankreich mit einem Rückgang von einem ebdnfalls außerordentlich hohen Insolvenzniveau auszugehen sei, gab es in Ungarn, unter Österreichs Exportländern an vierter Stelle, 1999 einen Insolvenzanstieg um 15 %. Trotzdem rechnet die ÖKV mit einem leichten Rückgang der Schadenszahlungen.

ÖKV: Mitglied der Coface-Gruppe

Seit 1997 gehört die ÖKV zur Coface-Gruppe, der größten Exportkreditversicherung der Welt mit Sitz in Paris. Die Coface erzielte 1999 einen konsolidierten Umsatz von öS 10,2 Mrd. (738,2 Mio Euro), was einer Steigerung von 0,2 % gegenüber 1998 entspricht. Ihr Ergebnis nach Steuern konnte die Groupe Coface 1999 um 10,2 % auf öS 689,4 Mio (50,1 Mio. Euro) steigern. Ihre Eigenkapitalrendite betrug 12,5, %, was eine Zunahme von 2,5 % gegenüber 1998 darstellt.

@rating: Bonitätsauskunft im Internet

Mit einem neuen Internet-Service, genannt @rating, begleiten die Groupe Coface und damit auch die ÖKV ihre Kunden in den E-Commerce. Auf der Internet-Plattform www.cofacerating.com können Bonitätsauskünfte von derzeit 600.000 Unternehmen kostenlos abgefragt werden, Informationen über insgesamt 35 Mio. Unternehmen sind gegen geringes Entgelt erhältlich. Umgekehrt können Unternehmen ihre eigene Seriosität und Zahlungsfähigkeit darstellen, indem sie ein Rating unter der landesspezifischen Internetadresse www.cofacerating.at beantragen und dadurch von verbesserten Konditionen im E-Commerce profitieren. Ein solches Rating kostet im ersten Jahr 600 Euro, in den Folgejahren 300 Euro.

100%ige ÖKV-Tochtergesellschaft cofacerating.at Rating GmbH

Für die Betreuung dieses neuen Internetservice hat die Österreichische Kreditversicherungs-AG eine eigene Tochtergesellschaft mit dem Namen cofacerating.at Rating GmbH gegründet, die zu 100 % im Eigentum der ÖKV steht und eng mit dem KSV kooperiert. Sie sieht ein Potenzial von mindestens 70.000 Ratingkunden in Österreich.

Nähere Auskünfte und Informationen:
Pressestelle der Österreichischen Kreditversicherungs-AG
Media Pro Communications, Marie Therese Koller (Ende)
Aussender: Österreichische Kreditversicherung Coface AG (ÖKV Coface)
Ansprechpartner: Marie Therese Koller
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Website: www.coface.at
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