pte19980122014 in Business
* Klonforschung wird vorangetrieben *
Eizellen von Affen in in Kühen eingepflanzt
New York (pte) (pte014/22.01.1998/21:40)
US-Forscher haben in unbefruchtete Eizellen von Kühen Zellkerne von Schafen, Schweinen, Ratten und Affen eingepflanzt. Die Eizellen waren daraufhin in der Lage, zumindest einige der Gene aus den Zellen der fremden Tierarten an- und auszuschalten. Die Forscher der Universität Wisconsin in Madison haben ihre Experimente in Boston auf einem Kongreß der Internationalen Gesellschaft für Embryotransfer vorgestellt.Die Experimente eröffnen ein neues Kapitel in der Geschichte der Klonierungsforschung. Sie legen den Schluß nahe, daß der molekulare Apparat, der die Gene im Zellkern der Eizelle an- und ausschaltet, für alle Säugetiere ähnlich oder sogar gleich sein könnte. Irgendwann einmal, so glauben die Forscher, könnten die Eizellen einer Tierart als universelle Empfänger für die Gene anderer Tierarten dienen. Denkbar wäre eine weite Palette möglicher Anwendungen der neuen Technik, von der Züchtung von tranplantierbarem Gewebe bis hin zur Klonierung vom Aussterben bedrohter Tierarten.
* Genvariante schützt vor Herzkrankheiten *
Ein Teil der japanischen Bevölkerung verdankt seiner Gesundheit möglicherweise einem Gen, das Wissenschaftler der medizinischen Fakultät der Universität Kobe unter die Lupe genommen haben. Dr. Nobutaka Inoue und Dr. Seinosuke Kawashima untersuchten rund 200 Patienten, die an koronarer Herzkrankheit leiden. Bei 28 von ihnen zeigte die Erbinformation für das Protein "p22 phox" eine unterschiedliche Abfolge, verglichen mit dem "Standard-Gen". Dagegen verfügte mehr als ein Viertel der aus 200 Gesunden bestehenden Kontrollgruppe über Genvarianten von "p22 phox". Die Mediziner schließen, daß die Genvarianten vor Herzerkrankungen schützen. Ihre Studie erscheint in der jüngsten Ausgabe des Fachblattes Circulation.
* Bayer will Zulassung von neuem Schweinepest-Impfstoff beantragen *
Es handelt sich um einen sogenannten markierten Impfstoff. Die Markierung ermögliche es, geimpfte von infizierten Tieren zu unterscheiden, teilte der Konzern heute in Leverkusen mit. Der Impfstoff muß von der europäischen Veterinärbehörde in London zugelassen werden. Von einer Zustimmung der EU-Kommission hängt dann ab, ob er tatsächlich auch eingesetzt werden darf. Zur Zeit ist eine Impfung gegen die Schweinepest EU-weit verboten. Nach Angaben der Tierärztlichen Hochschule Hannover fehlten in den EU-Staaten für eine Anwendung von Schweinepest-Impfstoffen noch die politische Akzeptanz sowie verläßliche Sicherheitsdaten. [Quelle: Bayer AG] (Ende)
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