pte19980117005 in Business
* IT-Investitionen weiterhin auf hohem Niveau *
Jahr 2000-Problem höchste Priorität
New York (pte) (pte005/17.01.1998/17:39)
Zwar sparen Firmen bei der Anschaffung von Heftklammern oder dem Platzangebot im Büro, doch die Ausgaben im Bereich der Informationstechnologie sind nach wie vor sehr hoch. Eine Umfrage unter 250 leitenden IT-Managern in den USA kommt zum Ergebnis, daß zwei Drittel der Befragten planen, die Budgets gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 18 Prozent zu erhöhen. "Firmen bauen momentan keine traditionellen Fabriken oder ÖlFoerderanlagen mehr, aber sie geben eine Menge Geld für die Informationstechnologie aus", sagte ein leitender Wirtschaftsexperte von Standard & Poor`s. Bei den meisten Managern steht das "Jahr 2000-Problem" ganz oben auf der Investitionsliste, gefolgt von der Anschaffung neuer PCs und dem Upgrade auf das Betriebssystem Windows NT 5..0. [Information Week]* Lösung für das "Jahr 2000-Problem"? *
Der 77jährige Bob Bemer, einer der Entwickler der Programmiersprache COBOL und verantwortlich für die Entwicklung der Standards für ASCII-Text und Escape-Sequenzen, glaubt, eine elegante Loesung für das "Jahr 2000-Problem" gefunden zu haben. Dieses Problem tritt bei älterer Software auf, die Jahreszahlen zweistellig verarbeitet und daher nicht in der Lage ist, die Zahl "00" eindeutig dem Jahr 2000 oder 1900 zuzuordnen. Während die meisten Unternehmen die sorgfältige Anpassung von womöglich Milliarden von Programmzeilen auf Anwendungsebene planen, will Bemer niedriger ansetzen, und zwar auf der Ebene des Objektcodes. Obwohl viele große Unternehmen Bemers Vorschlag skeptisch gegenüberstehen, hat Bell Atlantic vor, seinen Ansatz zu testen. [New Yorker]
* EU plant weltweite Rahmenbedingungen für das Internet *
Die Europäische Kommission plant die Ausarbeitung von internationalen Rahmenbedingungen zur weltweiten Zusammenarbeit bei rechtlichen und technischen Fragen des Internet. Die Initiative geht von EU-Kommissar Martin Bangemann aus. Bereits in einer Rede vom September 1997 forderte Bangemann angesichts zunehmender internationaler Informationsströme, daß Regierungen und Unternehmen ihre Aktivitäten in den Bereichen Technik, Datenschutz, Lizenzen, Verschlüsselung und Zensur koordinierten. EU-Verantwortliche erwarten, daß die EU in den nächsten Wochen ein Strategiepapier annehmen wird, über das die EU-Telekommunikationsminister am 26. Februar beraten. Experten befürworteten Bemühungen um mehr Kooperation, solange der Vorschlag keine Einmischung einer Regierung mit sich bringt. (w&v)... (Ende)
| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | ws, email: <A HREF=mailto:redaktion@pressetext.at>redaktion@pressetext.at</A>, Tel. 01/402 48 51 |
| Website: | pressetext.at |
