pte19980215001 in Business
* Internet-Gewinne weiter unberechenbar *
Gewinne halten sich in Grenzen - Werbetreibende haben weiterhin Bedenken
Wien (pte) (pte001/14.02.1998/23:26)
Trotz der Rekord-Gewinne, die 1997 mit Werbung im Internet gemacht werden konnten, sagen die meisten Marktbeobachter für dieses Jahr eine Welle von Firmen-Zusammenschlüssen und -Pleiten voraus. Ursache dafür sei die Tatsache, daß die Gewinne aus elektronischen Publikationen nach wie vor nicht hoch genug seien, um die notwendigen Kosten zu decken. Selbst für hartnäckige und finanzkräftige Anbieter werde es weitere drei bis vier Jahre dauern, bis mit Profit zu rechnen sei. Das Problem bestehe letztlich darin, daß die knappen Ausgaben für Werbung auf zu viele Web-Server verteilt werden müssen und daß die Werbetreibenden nach wie vor Bedenken gegenüber dem neuen Medium haben. [Miami Herald]* US-Firma entwickelt Filter für Banner-Werbung *
Die amerikanische Software-Firma Solid Oak hat einen Filter für Banner-Werbung im Internet auf den Markt gebracht, um einem Wunsch ihrer 1,2 Millionen Kunden zu entsprechen. Der Filter beseitigt nicht die Anzeige als solche, sondern die Grafik des Banners, so daß ein ähnlicher Effekt entsteht, wie bei deaktivierter Browser-Option "Grafiken laden". Richard LeFurgy, Präsident des Internet Advertising Bureaus, sieht der Entwicklung gelassen entgegen: "Dieses Programm wird bald wieder vom Markt verschwinden, wie auch ein Vorläufer vor etwa einem Jahr. Diese Leute übersehen einfach, daß Werbung den Kunden einen Nutzen bringt, auf den sie nicht verzichten wollen." Darüber hinaus hätten viele Surfer Vereinbarungen mit Inhalte-Anbietern getroffen, daß sie Werbung im Austausch für Inhalte akzeptieren. (w&v)
* Internet-Euphorie in deutschen Unternehmen läßt nach *
Die allgemeine Stimmungslage bei Unternehmen in Bezug auf das Internet hat sich gewandelt: Die anfänglichen Euphorie ist einer nüchternen Betrachtungsweise des Kosten-/Nutzenverhältnisses gewichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die von der Berliner Multimedia-Agentur Melle Pufe Online und Studenten der TU Berlin durchgeführt wurde. 67 Prozent der Unternehmen seien mit ihren Internetauftritten unzufrieden. "Die Zeit der Online-Auftritte als Image-Maßnahme ist vorbei: Entweder Online wird als Marketing-Tool ernst genommen oder es bleibt eine Geldvernichtungsanlage", urteilt die Agentur. Die Studie bietet u.a. 15 Tips, um die häufigsten Fehler beim Einstieg zu vermeiden. http://www.melle-pufe.de (w&v, horizont)
* Big Broker planen Online-Geschäfte *
Angesichts der enormen Zuwachsraten an Kunden bei den preiswerten Online-Brokern interessieren sich nun auch die Großen für's Internet: Merrill Lynch, Prudential Securities und anderen Großen der Branche. Im Laufe dieses Jahres wollen die Big Broker Börsengeschäfte online anbieten. Die etablierten Börsenmakler geben ihrer gutbetuchten Altkundschaft allenfalls ein zeitgemäßes Spielfeld, könnten aber auch solvente Junganleger anlocken. http://www.ix.de/newsticker/data/ae-09.02.98-000/ (Ende)
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