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FRüHERE MELDUNGEN

pte19980122017 in Business

* Genmüll zum Überleben *

Überwiegender Teil der DNA ergibt keine sinnvolle Information


Washington (pte) (pte017/22.01.1998/21:51)

Das menschliche Erbgut besteht zum größten Teil aus Müll. Während einer kleiner Teil der DNA aus Sequenzen besteht, die den Bauplan für unseren Körper festlegen, enthält der überwiegende Teil keine sinnvolle Information. Doch warum schleppen wir diesen Genmüll mit uns herum und geben ihn von Generation zu Generation weiter? Joe Dickinson und sein Team von der University of Utah (Salt Lake City, USA) stellten bei Experimenten mit Hefezellen fest, daß Junk-DNA sehr wohl eine Funktion hat: Der Abfall hilft irgendwie beim Überleben.

Dickinson veränderte zunächst das Erbgut von Hefezellen, indem er Stücke fremder DNA in sie hineinschleuste. Mutierte die Hefe daraufhin in Gen-Abschnitten, die für sie lebensnotwendig gewesen waren, so starb sie ab. Überlebte die Hefe die Prozedur und einige Folge-Tests, dann - so schloß der Forscher - sei nur ein Teil des überflüssigen Mülls mutiert. In kleinen Petri-Schälchen zeigte sich der Unterschied zwischen normalen Hefezellen und den mutierten Test-Hefen. Während die Zellen mit normaler Müll-DNA wuchsen und gediehen, starben die Hefen mit modifiziertem Junk-Genom innerhalb einiger Tage ab. Offensichtlich ist Abfall nicht immer unnütz. http://www.newscientist.com/ns/980117/ngenes.html

* Gen für vererbbare Epilepsie gefunden *
Diesen Erfolg melden zwei deutsche Arbeitsgruppen - die von Professor Thomas Jentsch und Ortrud Steinlein an den Universitäten Hamburg und Bonn. Ihre Erfolgsgeschichte veröffentlichen sie in der neuen Ausgabe des US-Fachmagazins "Science". Sie erlaubt vermutlich die Entwicklung neuer Behandlungsformen.

Demnach ist jetzt das Gen für sogenannte familiäre Neugeborenen-Krämpfe identifiziert, eine spezielle Form der Epilepsie. Ist es defekt, dann funktioniert ein Kanal für Kalium-Ionen in den Membranen von Körperzellen nicht richtig. Dadurch wird die Weiterleitung von elektrischen Signalen durch Nervenzellen beeinträchtigt, und unkontrollierte Entladungen führen zu Krämpfen - so das Modell. Neugeborenen-Krämpfe können in den ersten Lebensmonaten eines Kindes auftreten. Der Gen-Defekt wird an jeden zweiten Nachkommen vererbt. (Ende)
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