pte19970917004 in Business
* Gehirne haben ein Gesichtserkennungssystem *
Neueste US-Studie belegt schlüssig die Trennung der Wahrnehmung
Toronto (pte004/17.09.1997/12:22)
Gehirne haben ein spezielles Gesichtserkennungssystem, mit dem Gesichter getrennt von allen anderen Objekten wahrgenommen werden. Diese bisherige Vermutung bestätigt sich nun durch eine neue Untersuchung von Morris Moscovitch, Wissenschaftler am Rotman Forschungsinstitut der Universität Toronto (http://www.utoronto.ca). Seine Forschungsergebnisse werden in der Septemberausgabe des "Journal of Cognitive Neuroscience" veröffentlicht.Ein Mann, dessen Gehirn nach einem Autounfall verletzt wurde, konnte zwar noch Gesichter erkennen, aber nicht mehr die Namen von einfachen Gegenständen nennen. Nach Ansicht Moskovitch beweist dies die Teilung der Hirnregionen. Weitere Experimente zeigten, daß nicht nur ganze Gesichter in der spezialisierten Hirnregion wahrgenommen werden, sondern auch dessen Bestandteile. Das Gesichtserkennungssystem wird dann aktiv, wenn die eingehenden visuellen Reize einen bestimmten optischen Code senden. (Quelle: "Journal of Cognitive Neuroscience")
* "Mördergehirne" sind schlechter vernetzt *
Fehlende Selbstkontrolle des Gehirns eines Mörders macht diesen möglicherweise straffällig. Sowohl die Hirnrinde im vorderen Bereich des Kopfes wie auch das Corpus callosum, die Brücke zwischen rechter und linker Hirnhälfte, zeigen bei Mördern eine um ein Fünftel reduzierte Aktivität. Dies berichtete Adrian Raine von der Universität Los Angeles (http://calstatela.edu) in der Zeitschrift "Journal of Biological Psychiatry".
Raine untersuchte rund 40 für unzurechnungsfähig erklärte Mörder mit der Positron Emissionstomographie. Die Kommunikation zwischen den Hirnhälften scheint bei den Untersuchten beschränkt was nach Meinung des Wissenschaftlers dazu führt, daß die für die Vernunft zuständige linke Gehirnhälfte nicht die gefühlsbestimmende rechte Hälfte kontrollieren kann. Die Hirnrinde im vorderen Bereich des Kopfes bremst normalerweise aggressives Verhalten. (Quelle: Journal of Biological Psychiatry) (Ende)
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