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pte20181204024 Handel/Dienstleistungen, Unternehmen/Finanzen

"Frau Meier, bitte 17": Durchsagen nerven Kunden

Großteil der Verbraucher empfindet laut "Retail-Radar 2018" zudem Weihnachtsmusik als störend

Genervter Kunde: Durchsagen oft belastend (Foto: pixabay.com, mohamed_hassan)
Genervter Kunde: Durchsagen oft belastend (Foto: pixabay.com, mohamed_hassan)

Hamburg (pte024/04.12.2018/12:30) - Immer mehr Supermarkt-Kunden nerven Lautsprecher-Durchsagen wie "Bitte Lotto-Annahme besetzen", "Ein Mitarbeiter zum Leergutautomaten" oder einfach nur "Frau Meier, bitte 17". Hinzu kommt, dass sogar jeder Zweite die ständigen Durchsagen als Beleg dafür nimmt, dass der Laden nicht gut organisiert ist und offenbar zu wenig Personal auf der Fläche hat. Das sind Ergebnisse der Studie "Retail-Radar 2018" des Start-ups Responsive Acoustics (ReAct) http://react-now.com . Insgesamt wurden gut 1.000 Bundesbürger befragt.

Immer dieses "Jingle Bells"

"Diese Ergebnisse sind absolut verständlich. Was kann einem Kunden klarer zeigen, dass er auch weiterhin am Leergutautomaten warten wird, als die mittlerweile dritte erfolglose Lautsprecher-Durchsage", sagt ReAct-Chef Wilbert Hirsch. Problematisch sei auch, dass sich durch die meist ungerichtete Aufforderung kein Mitarbeiter persönlich verantwortlich fühle. Besser sei ein stiller und im Idealfall vorausschauender Hinweis, wie "Leergutautomat zu 80 Prozent gefüllt", an einen qualifizierten Angestellten. Ein ungestörter Einkauf sei das Ziel.

Zusätzlicher Störfaktor für viele Kunden ist laut der Studie auch die Kaufhausmusik, die vor allem in der Weihnachtszeit ertönt. In einer ReAct-Umfrage vor dem vergangenen Weihnachtsfest sagten rund zwei Drittel der Bundesbürger, dass sie beim Einkaufen gut und gerne auf "Jingle Bells", "Last Christmas" und Co verzichten könnten. "Ein schlechter Kundenservice wird durch Weihnachtsmusik nicht besser - im Gegenteil", urteilt Hirsch.

Beratung und Smartwatches

Dem Gründer des auf Klang- und Kommunikationskonzepte spezialisierten Unternehmens nach sollte das Marktmanagement stets jene Bedürfnisse der Kunden befriedigen, die der Online-Handel nicht ausreichend abdeckt. Statt dröhnender Durchsagen, die Kunden nicht betreffen und keinen Mehrwert bieten, sollten mehr Mitarbeiter auf der Fläche eingesetzt werden, die Service und Beratung von Kunden ermöglichen. Hierbei rät Hirsch unter anderem zu einem digitalen Marktmanagement mit unauffälligen Smartwatches für alle Mitarbeiter.

(Ende)
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