pte19980123008 in Business
* Fliegen auf Drogen *
Wirkung wie bei Menschen - Dieselben Gene verantwortlich?
New York (pte) (pte008/23.01.1998/13:21)
Fruchtfliegen reagieren auf Kokain ähnlich wie Menschen. Dies ist das Ergebnis von Versuchen, die die Wissenschaftler Jay Hirsh und Colleen McClung durchgeführt haben. Sie setzten der Fruchtfliege "Drosophila" kokainhaltiger Luft aus und bereits nach wenigen Sekunden schienen die Fliegen "high" zu sein. War nur wenig Kokain in der Luft, setzten sie sich nieder und putzten sich unablässig. Bei mittleren Dosen krabbelten sie aufgeregt im Kreis oder drehten sich um ihre eigene Achse. Bei hohen Konzentrationen fingen die Fliegen an zu zittern und verendeten in großer Zahl. Zurück an frischer Luft benahmen sich die überlebenden Fliegen nach einigen Minuten wieder normal.Wie frühere Studien zeigen, wirkt Kokain auch bei Mäusen, Ratten und Affen ähnlich: Die Tiere wippen unnormal mit dem Kopf und werden hyperaktiv. Da die Wirkung der Droge bei den untersuchten Tieren und Menschen vergleichbar ist, glauben die Wissenschaftler nun, daß in allen Fällen dieselben Gene für die Wirkung der Droge verantwortlich sind. Drosophila wäre daher für eine Analyse dieser Gene geeignet. [Quelle: Current Biology]
* US-Forscher fordern Verbot von Tierorgan-Transplantationen *
Ein Verbot für die Verpflanzung von Tierorganen zur Rettung kranker Menschen haben amerikanische Wissenschaftler in New York verlangt. Zu Beginn einer Anhörung der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA über die Zulassung solcher Xenotransplantationen in den USA forderten die Forscher ein Moratorium aus ethischen Gründen.
Tatsächlich werden Parkinson-Patienten schon jetzt Zellen von Schweinen in das Gehirn verpflanzt. Ein anderes von der FDA genehmigtes Experiment erlaubt es Patienten, die Wartezeit auf die Leber eines menschlichen Spenders mit einer Schweineleber zu überbrücken. Allerdings könnten Viren nicht nur den Organempfänger, sondern auch seine Familie und Freunde infizieren und sich schnell ausbreiten. Vom Schweinevirus PERV (porcine endogenous retrovirus) sei bekannt, daß es in menschliche Zellen eindringt. [Quelle: Nature Medicine]
* Kama: Kreuzung von Kamel und Lama geglückt *
Durch künstliche Befruchtung gelang es Forschern der Vereinigten Arabischen Emirate, ein Lama mit einem Kamel zu kreuzen. Der männliche Nachwuchs - nun Kama genannt - wog bei der Geburt zwölf Pfund und ist voll lebensfähig. Die Größe des Tieres werde sich nach Aussage der Forscher zwischen einem 100 Kilo schweren Lama und einem knapp eine halbe Tonne wiegenden Kamel liegen. Das Kama hat allerdings keinen Höcker, trägt dafür aber das Fell eines Lamas. Im Temperament sei es weniger störrisch als ein Kamel und sei daher optimal als Karawanentier geeignet: http://www.abcnews.com (Ende)
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