pte19970917014 in Business
* EU-Parlament gegen Diskriminierung der Frau in Werbung *
Mindeststandards gefordert
Straßburg/Bonn (pte) (pte014/17.09.1997/21:53)
Das Europäische Parlament in Straßburg hat die Werbewirtschaft aufgefordert, Frauendarstellungen in Anzeigen und Spots nicht länger auf "äußere Schönheit und sexuelle Bereitschaft" zu reduzieren. Die Parlamentarier plädieren für die Einrichtung einer Kommission, die einen Verhaltenskodex aufstellt und ethische Aspekte in Fernsehen und in der Werbung überprüft. Die Werbewirtschaft solle in den Selbstkontroll-Kodex Mindeststandards für nicht-diskriminierende Werbung aufnehmen.* Konzentration der Werbeetats hält an *
Die internationalen Werbeetats konzentrieren sich auf wenige Networks. Die umsatzstärksten 23 Agenturnetze betreuten in diesem Jahr (in fünf oder mehr Ländern) über 500 Kunden. Diese Zahlen veröffentlichte jetzt das Fachmagazin "Advertising Age International". Einen einzelnen Kunden begleiten derzeit weltweit durchschnittlich vier bis sechs Networks. Doch ihre Zahl sinkt. Beispiel Citibank: Sie vergab ihren 800 Millionen Dollar schweren Etat an Young & Rubicam. Bisher waren mehrere Agenturen für die Bank tätig. Insbesondere amerikanische und europäische Konzerne neigen zu solchen Alignment-Entscheidungen schreibt Ad Age. Japanische und koreanische Konzerne setzen dagegen mehr auf lokale Agenturen.
* Auflagen- und Anzeigenschwund bei deutschen Zeitungen *
Bis auf die überregionalen Zeitungen registriert der Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger (BDZW) in Bonn Auflagen- und Anzeigenschwund bei allen Zeitungsgattungen in Deutschland. Im ersten Quartal wurden 604.000 Exemplare (-1,9 Prozent) weniger verkauft als im Vorjahr, im zweiten sogar 824.000 Exemplare (-2,5 Prozent) weniger. Besonders in den neuen Bundesländern ist die Entwicklung von minus 11,5 Prozent bedrohlich. Hauptgeschäftsführer Volker Schulze macht dafür die schwache Konjunktur verantwortlich. Auch das Anzeigengeschäft ging im ersten Halbjahr um minus 4,4 Prozent auf 11,3 Milliarden Mark zurück, während die Kosten im gleichen Zeitraum um 4,7 Prozent stiegen. (Quellen: w&v, intern) (Ende)
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