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pte19971001010 in Business

* Die Invasion der Quallen *

Amerikanische Butterfische sollen 700 Millionen Tonnen Quallen auffressen


Stuttgart (pte010/01.10.1997/18:32)

700 Millionen Tonnen Quallen verdrängen derzeit im Schwarzen Meer die heimische Fischwelt und behindern die Schiffahrt. Auf einer Umweltkonferenz vor der bulgarischen Küste beraten daher Experten darüber, wie die Quallenplage zu bekämpfen sei. Richard Harbison vom Ozeanographischen Institut Massachusetts (http://web.mit.edu/mit-whoi/www/mit-whoi.html) schlägt vor, den Amerikanischen Butterfisch auszusetzen, der täglich die 24-fache Menge seines Körpergewichtes an Quallen frißt. Auch die Fischer der sechs Anrainerstaaten könnten davon profitieren, meint er.

Die Quallen sind in dem Gewässer nicht heimisch, sondern kamen 1982 mit dem Bilgenwasser eines Nordamerikanischen Schiffes dorthin. Sie haben im Schwarzen Meer keine Freßfeinde und vermehren sich daher ungehemmt. Kritiker des geplanten Butterfisch-Experiments befürchten aber die radikale Vermehrung des Butterfisches aufgrund des Überangebots an Quallennahrung. Heimische Freßfeinde, wie etwa die Lederschildkröte, können aber solange nicht ausgesetzt werden, bis sich das Schwarze Meer von seiner gegenwärtigen Verschmutzung erholt hat.

* Zuviel Stickstoff belastet Nordsee *
Die auf drei Jahre angesetzte Untersuchung "Küstennaher Stoff- und Energieflüsse" (KUSTOS) wurde jetzt abgeschlossen. In ihrer Bilanz warnen die Wissenschaftler vor dem hohen Stickstoffgehalt des Meerwassers bedingt durch Düngemittel. "Die Nordsee, insbesondere die deutsche Bucht, ist total überdüngt", bilanziert Jürgen Sündermann, Leiter des Forschungsvorhabens. Es habe sich gezeigt, daß rund einhunderttausend Tonnen Stickstoff jährlich in die Nordsee gelangten. Ein großer Teil stammt aus landwirtschaftlichen Düngemitteln und wird über die Flüsse ins Meer getragen.

Für die Dauer von drei Jahren beobachtete die KUSTOS-Gruppe mit dreiwöchigen Untersuchungsfahrten die Schadstoffbelastung der Nordsee. Dabei maßen die Forscher die Konzentrationen von Umweltgiften, die Strömungsgeschwindigkeiten und Meerestemperaturen. Die Daten wurden durch Satellitenaufnahmen ergänzt und in aufwendigen Computerberechnungen analysiert. Überrascht waren die Wissenschaftler über den Beitrag der Atmosphäre zu der Belastung. Sie gebe deutlich mehr Stickstoff an das Meer ab, als erwartet. Sündermann vermutet, daß Autoabgase wesentlich weiter auf die Nordsee herausgetragen würden, als bisher vermutet wurde. Da bestimmte Lebewesen von dem Stickstoffanstieg profitieren können, bestehe die Gefahr, daß das ökologische Gleichgewicht verschoben werde. (Ende)
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