pte19980118001 in Business
* Deutsche Telekom enttäuschend *
Internationale Geschäfte wenig lukrativ
Frankfurt (pte) (pte001/18.01.1998/12:51)
Die Deutsche Telekom konnte ihren Gewinn 1997 im Vergleich zum Vorjahr zwar von 1,8 auf 3,3 Mrd. D-Mark hochschrauben, lag damit aber klar unter den ursprünglich prognostizierten 5 Mrd. Mark. Die angekündigte Dividende von 1,2 Mark pro Aktie kann damit gerade so ausbezahlt werden. Beim Umsatz fiel das Ergebnis ebenfalls ernüchternd aus - mit 67 Mrd. DM übertraf die Telekom das Vorjahresresultat um magere 3,9 Milliarden. Mit Verlust operierte vor allem Global One, das Joint-venture mit France Télécom und der US-Firma Sprint. Zudem erwiesen sich 1995 und 1996 getätigte Investitionen in Indonesien, Malaysia und auf den Philippinen als Pleiten. Der für internationale Geschäfte zuständige Erik Jan Nederkoorn trat zurück.* Sun-Bilanz übertraf Erwartungen *
Mit den Ergebnissen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 1997/98 lag Sun Microsystems über den Erwartungen der Wall-Street-Analysten. Nach Abzug einmaliger Belastungen aufgrund von Übernahmen erwirtschafteten die Unixer einen Gewinn von 149,4 Mio. Dollar bei einem Umsatz von 2,45 Milliarden. Der operative Gewinn ohne Belastungen belief sich auf 223,2 Mio. Dollar, was gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres einer Steigerung von 25 Prozent entspricht. Der Umsatzzuwachs betrug 18 Prozent. Sun-Boss Scott McNealy kommentierte die Resultate wie gewohnt mit einem kernigen Spruch: "Gerüchten zufolge liegt Unix im Sterben. Wenn das sterben ist, fühlt es sich gut an."
* Festplatten-Erzeuger stürzen ab *
Den Festplattenherstellern geht es derzeit schlecht. Quantum gab am Donnerstag unbefriedigende Quartalszahlen bekannt und Seagate kündigte den Abbau von zehn Prozent ihrer Belegschaft - umgerechnet rund 10.000 Stellen - an. Während Seagate für ihr zweites Quartal 1997/98 voraussichtlich einen Verlust von 500 Millionen Dollar bekanntgeben wird, mußte Quantum im dritten Viertel ihres Geschäftsjahres einen Verlust von 32 Mio. Dollar bei einem Umsatz von 1,52 Milliarden vermelden. In der Vergleichsperiode des Vorjahres erwirtschaftete Quantum einen Gewinn von 52 Miio. Dollar bei einem Umsatz von 1,47 Milliarden.
* Trotz Gewinne - Niemand will Apple-Chef werden *
Die positiven Quartalsresultate von Apple haben sich bestätigt (Gewinn: 47 Mio. Dollar; Umsatz: 1,58 Milliarden). Ebenfalls bestätigt hat sich die weit verbreitete Befürchtung, daß sich die Mac-Bauer selber alle erdenklichen Hindernisse in den Weg legen, um endlich zu einem definitiven Chef zu kommen. Oracle-Boss, Apple-Board-Mitglied und Steve-Jobs-Freund Larry Ellison ließ diesbezüglich in einem an der Macworld gewährten Interview buchstäblich keine Wünsche offen. Der gesamte Verwaltungsrat habe den ewigen Interim-Boss Jobs bekniet mit der flehentlichen Bitte, sich zum offiziellen CEO zu ernennen. (Ende)
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