pte19971219008 in Business
* Datenbank der Herz-Gene veröffentlicht *
Über 35.000 aktive Gene des menschlichen Herz-Kreislauf-Systems erfaßt
Stuttgart (pte) (pte008/19.12.1997/15:08)
Forscher eines Gemeinschaftsprojektes der Universität Toronto http://www.utoronto.ca/uoft.html/ , der Chinesischen Universität Hong Kong http://www.cuhk.hk/ und des Nationalen Chinesischen Zentrums für Biotechnologie veröffentlichten jetzt eine umfassende Datenbank über Gene des Herz-Kreislaufapparates. Die Datenbank eröffne eine neue Dimension im Verständnis von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so die Wissenschaftler. Die Informationsquelle werde es ermöglichen, Schwachstellen im genetischen Code zu ermitteln und spezifische Medikamente zur Bekämpfung der Haupterkrankungen wie Herzvergrößerung, Herzversagen und Bluthochdruck zu entwickeln.Grundlage der Datenbank waren Gen-Proben von Föten, Herz-Kreislauf-Patienten und gesunden Erwachsenen. Ziel der Suche waren Messenger-Ribonukleinsäuren (m-RNS), die bei der Übersetzung eines Gens in ein Protein entstehen und die Aktivität des entsprechenden Gens belegen. Bis heute konnten die Forscher etwa 35.000 solcher m-RNS-Moleküle zusammentragen. Obwohl die Funktion der meisten dazugehörigen Gene noch unklar ist, gelang inzwischen die Identifikation von 30 bis 60 Genen, die im Verdacht stehen, Herz-Kreislauf-Leiden zu begünstigen. (Quelle: [INSIGHT, C.Liew, Eric Olson)
* WHO rüstet zum Kampf gegen gefährlichen Grippevirus *
Der Entwicklung eines Impfstoffs gegen den asiatischen Vogelvirus gilt jetzt höchste Priorität. Im Rahmen einer Fachkonferenz in London betonte Dr. Robert Webster vom St. Jude Children's Research Hospital (Memphis/Tennessee) http://www.stjude.org/ , die Weltgesundheitsorganisation (WHO) http://www.who.ch/ werde alles daran setzen, die Gefahr einer Grippe-Pandemie einzudämmen.
Vergangene Woche waren bereits zwei Hongkonger an der Vogelgrippe gestorben. Epidemiologen rechnen mit einer weiteren Ausbreitung des neuen Virus-Stammes "H5N1", weil er sich von den bisher bekannten Vertretern der Vogelviren deutlich unterscheidet. Für das menschliche Immunsystem bedeutet das, keine Abwehrzellen und Antikörper zur Verfügung zu haben. Mit einem Impfstoff, bestehend aus einer abgeschwächten Variante von "H5N1", würde dieses Problem umgangen. Der direkte Sprung eines für Hühner und anderes Geflügel gefährlichen Virus auf den Menschen ist ungewöhnlich.
In der Vergangenheit waren stets Zwischenwirte - zum Beispiel Schweine - erforderlich, damit ein Vogelvirus auch menschliche Zellen befallen kann. Weil Schweinezellen Bindungsstellen für Viren des Menschen und von Vögeln tragen, lief eine Infektionskette früher stets über diese Säugetiere. Wie es "H5N1" gelang, das Schwein als Zwischenwirt zu umgehen, ist nach Webster unklar. (Quelle: Martin Roos, WHO; St. Jude Children's Research Hospital) (Ende)
| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | pr, email: <A HREF=mailto:redaktion@pressetext.at>redaktion@pressetext.at</A>, Tel. 01/402 48 51-0 |
| Website: | pressetext.at |
