pte19980125003 in Business
Übermacht von Microsoft-Software erdrückend
Studie: Alle Konkurrenzprodukte verlieren Marktanteile
New York (pte) (pte003/25.01.1998/13:34)
Eine neue Untersuchung des US-Marktforschers Olsten Staffing Service unter 300 Geschäftsführern zeigt, wie sehr Microsoft [http://www.microsoft.com] seine marktbeherrschende Stellung im Software-Geschäft ausbauen konnte. Seit 1995 stieg der Anteil der Befragten, die Microsoft Word verwenden von 43 Prozent auf 80 Prozent, während der Anteil derjenigen, die das Konkurrenzprodukt WordPerfect nutzen, von 61 Prozent auf 21 Prozent fiel.Für den gleichen Zeitraum wurde auch die Nutzung verschiedener Tabellenkalkulationen sowie Groupware- und Präsentationsprogramme erfaßt: Microsoft Excels Anteil am Markt stieg von 44 Prozent auf 79 Prozent, während Lotus 1-2-3 von 65 Prozent auf 27 Prozent fiel; Microsoft Exchanges Marktanteil stieg von 19 Prozent auf 32 Prozent, im Gegensatz zu Lotus Notes, die von 49 Prozent auf 31 Prozent fielen; auch der Marktanteil von Microsofts Powerpoint konnte von 18 Prozent auf 86 Prozent gesteigert werden, während Harvard Graphics Anteil von 27 Prozent auf drei Prozent zurückging.
Microsoft führt seinen Erfolg darauf zurück, daß es gelungen sei, "auf Dauer die besten Produkte am Markt anzubieten". Kritiker des Unternehmens sind jedoch der Ansicht, daß der Erfolg vor allem auf die Wirkung des "Bundlings" zurückgehe - die Zusammenfassung verschiedener Produkte zu dem Software-Paket Microsoft Office. [http://www.olsten.com/staffing]
* Microsoft ändert Browser-Strategie für Europa *
Microsoft hat die Überarbeitung seiner Verträge mit europäischen Internet Dienste-Anbietern angekündigt. Nach den neuen Verträgen würden die Vertragspartner von Microsoft nicht länger verpflichtet sein, ihren Kunden den Internet Explorer anzubieten, wenn sie als Provider im Betriebssystem Windows 95 erwähnt werden wollen. Auf diese Weise nimmt Microsoft einer Antitrust-Untersuchung, die von der Europäischen Kommission eingeleitet worden war, den Wind aus den Segeln. Microsoft bezeichnete die Maßnahme als geschäftliche Entscheidung, die nichts mit der Untersuchung der Kommission zu tun habe. [New York Times] (Ende)
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