pte19970929007 in Business
* Bericht über neue Creutzfeld-Jakob-Krankheit vorgelegt *
In Großbritannien bisher 21 Fälle bekannt
London (pte) (pte007/29.09.1997/18:35)
In zwei Beiträgen in der neuesten Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift "The Lancet" haben Forscher der Britischen Arbeitsgruppe zur Beobachtung der neuartigen Creutzfeld-Jakob-Erkrankung einen detaillierten Bericht über die ersten 14 in Großbritannien aufgetretenen Fälle vorgelegt. Inzwischen sind 21 Fälle bekannt. Man nimmt an, daß diese neuartige Gehirnerkrankung beim Menschen durch BSE-Erreger ausgelöst wird.Nach den Berichten trat die neue Creutzfeld-Jakob-Erkrankung im Durchschnitt im 29. Lebensjahr auf, während man an der herkömmlichen erst mit 65 oder älter erkrankt. In allen Fällen traten - wie beim Rinderwahnsinn - schon früh Bewegungsstörungen der Beine und Arme sowie Schwachsinn auf, denen oft Depressionen vorausgingen. Die Forscher um Robert Will kommen zu dem Schluß, daß es sich tatsächlich um einen neuen Krankheitstyp handelt, für den vermutlich eine einzige Form einer Erreger-Substanz verantwortlich ist. Beim Rinderwahnsinn geht man heute davon aus, daß er durch ein bestimmtes infektiöses Eiweiß hervorgerufen wird.
* Ältere Väter haben häufiger Söhne *
Ist der Vater mindestens fünf Jahre älter als die Mutter, so ist das erste Kind meist ein Sohn. Dieses Ergebnis wollen Biologen der Universität Liverpool jetzt beobachtet haben. Wie heute in dem Wissenschaftsmagazin "Nature" nachzulesen ist, hat ein Team um John Manning 301 Familien in Großbritannien untersucht und gefunden, daß bei den Erstgeborenen auf ein Mädchen auf zwei Knaben kamen, wenn der Vater fünf oder mehr Jahre älter ist als die Mutter und daß dieses Verhältnis genau umgekehrt liegt, wenn die Mutter mindestens fünf Jahre älter ist.
Für Zweitgeborene gibt es hingegen keine statistischen Unterschiede. Untersuchungen an weiteren Gedurtsdatenregistern habe ihre Beoachtungen bestätigt, sagen die Forscher. Eine Erklärung für die unterschiedliche Häufigkeit von Knaben- und Mädchengeburten, gibt es, falls sie auch für größere Populationen zutreffen sollte, bisher nicht. (Ende)
| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | ws, email: <A HREF=mailto:redaktion@pressetext.at>redaktion@pressetext.at</A>, Tel. 01-402 48 51 |
| Website: | pressetext.at |
