pte19980206007 in Business
* Bäckerhefe für Schwangerschaft *
Genmanipulierte Hefe effiziente Alternative zur chemischen Synthese
Paris (pte) (pte007/06.02.1998/09:34)
Der französische Molekularbiologe Denis Pompon und seine Arbeitsgruppe vom Nationalen Forschungszentrum CNRS Paris hat Bäckerhefe zur Produktion des Schwangerschaftshormons Progesteron und der Vorläufersubstanz Pregnenolon benutzt. Progesteron ist in einigen Anti-Baby-Pillen enthalten. Dazu legten sie die Aktivität eines ursprünglichen Hefe-Gens lahm und pflanzten mehrere neue Gene ein: ein Pflanzen-Gen, drei Kuhgene und schließlich ein menschliches Gen. Die so veränderte Bäcker-Hefe produzierte in vier Tagen 60 bis 100 Milligramm Pregnenolon und ähnliche Mengen Progesteron.Die Produktion von menschlichen Hormonen in genmanipulierter Hefe könnte sich in Zukunft als billige und effiziente Alternative zu bislang üblichen chemischen Synthese herausstellen, heißt es im Wissenschaftmagazin "Nature Biotechnology". [Quelle: Science now]
* Medizinbälle gegen Herzinfarkt *
Bad Nauheim - Mit Hilfe winziger Medizinbälle könnte Infarktpatienten zielgerichteter geholfen werden. Das glauben Forscher vom Max-Planck-Institut für Physiologische und Klinische Forschung in Bad Nauheim. In Versuchen mit Schweinen ist es ihnen gelungen, ein Medikament zu 60 Prozent dorthin zu schleusen, wo es nach einem Infarkt gebraucht wird: im betroffenen Herzgewebe. In der Regel verteilen sich Medikamente im ganzen Blutsystem.
Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature Biotechnology" schreiben, versahen sie winzige Kunstharzkugeln mit "FGF" - einem Protein, das die Bildung neuer Blutgefäße anregt. Die Größe der Kugeln betrug sieben Mikrometer. Sie war so gewählt, daß die Medizinbälle nicht bis in feinste Aderverästelungen vordringen, sondern schon in größeren Kapillaren steckenbleiben würden. Die FGF-Kugeln injizierten die Max-Planck-Forscher schließlich in eine Arterie, die den Herzmuskel versorgt. Daraufhin sei das Medikament wie erhofft größtenteils in den Herzkapillaren freigesetzt worden. Nun seien klinische Studien in Vorbereitung. [Quelle: Science Now] (Ende)
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