Italien: Scientologen und muslimische Freiwillige setzen Umweltaktionen in Padua fort
Gemeinsame Initiative fördert Umweltbewusstsein und interreligiöse Zusammenarbeit
München/Padua (ptp011/22.10.2026/10:00)
Scientology-Ehrenamtliche und Mitglieder muslimischer sowie südasiatischer Gemeinschaften haben am 4. Oktober in Padua gemeinsam rund 50 Kilogramm Müll gesammelt. Die Aufräumaktion im Stadtteil Borgomagno war Teil einer Reihe gemeinsamer Umweltinitiativen.
Die Freiwilligen säuberten das Gebiet rund um die Eisenbahnüberführung in der Nähe des Bahnhofs, das wiederholt von illegaler Müllablagerung betroffen war. Sie entfernten Glas, Plastikverpackungen, beschädigte Haushaltsgegenstände, Kleidung und weitere Abfälle. Anwohner und Passanten verfolgten die Aktion und äußerten ihre Anerkennung.
Bereits am 13. September hatten 18 Freiwillige rund um die Via Rubaltelli und die Via Jacopo D'Avanzo mehr als 50 Kilogramm Müll eingesammelt. Eine weitere Aufräumaktion folgte am 20. September im Stadtteil Stanga, wo Scientology-Ehrenamtliche gemeinsam mit Mitgliedern muslimischer und bangladeschischer Gemeinschaften entlang der Via Venezia und angrenzender Straßen tätig waren.
Auch Borgomagno war bereits Schauplatz einer gemeinsamen Initiative: Am 31. Mai entfernten Scientology-Ehrenamtliche und Mitglieder der örtlichen muslimischen Gemeinde rund 50 Kilogramm Abfälle aus der Umgebung der Eisenbahnüberführung.
Die wiederkehrenden Aktionen dienen der Pflege öffentlicher Flächen und bringen Freiwillige unterschiedlicher religiöser und kultureller Herkunft zusammen.
Die Aktivitäten stehen im Zusammenhang mit dem internationalen Programm der Scientology-Ehrenamtlichen-Geistlichen, das Mitte der 1970er Jahre von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard ins Leben gerufen wurde.
Unter dem Motto "Man kann immer etwas tun" engagieren sich die Ehrenamtlichen unter anderem bei Katastrophenhilfen, Bildungsprogrammen und Nachbarschaftsinitiativen. Das Programm stellt zudem Schulungsmaterialien für Menschen bereit, die anderen helfen möchten, unabhängig von deren religiösem Hintergrund.
Ivan Arjona, Vertreter der Scientology-Kirche bei der Europäischen Union, der OSZE, dem Europarat und den Vereinten Nationen, erklärte zur Zusammenarbeit in Padua:
"Die Vielfalt Europas ist eine seiner größten gesellschaftlichen Realitäten, und seine Stärke hängt davon ab, wie Menschen trotz ihrer Unterschiede zusammenleben und zusammenarbeiten."
Er verwies darauf, dass der Schutz der gemeinsamen Umwelt, gegenseitiger Respekt und die Verantwortung für das eigene Lebensumfeld wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Zusammenlebens seien.
Die Aufräumaktion vom 4. Oktober setzte damit die seit Mai dokumentierte Zusammenarbeit zwischen Scientology-Ehrenamtlichen und Mitgliedern muslimischer sowie südasiatischer Gemeinschaften in Padua fort.
Scientology-Kirche in Italien anerkannt
In Italien ist die Scientology-Kirche durch zahlreiche behördliche und gerichtliche Entscheidungen als Religionsgemeinschaft anerkannt. Auch in weiteren europäischen Ländern genießt die Scientology-Religion eine offizielle Anerkennung. Dazu zählen unter anderem Spanien, Portugal, Schweden, die Niederlande, Kroatien, Großbritannien, Slowenien, Griechenland und Nordmazedonien.
Auch deutsche Gerichte haben wiederholt festgestellt, dass die Scientology-Kirchen und ihre Mitglieder unter dem Schutz von Artikel 4 des Grundgesetzes stehen. Weitere Informationen zur religiösen Anerkennung von Scientology in Europa finden Sie unter scientologyreligion.de.
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