pte20260326002 in Business

Kooperation oftmals besser als Wettbewerb

Stanford Graduate School of Business belegt gesteigerte Motivation und mehr Wohlbefinden


Kooperation: Zusammenhalt steigert die Arbeitsleistung (Foto: Tung Lam, pixabay.com)
Kooperation: Zusammenhalt steigert die Arbeitsleistung (Foto: Tung Lam, pixabay.com)

Stanford (pte002/26.03.2026/06:05)

Kooperative Arbeitsplatz-Umgebungen stärken das Gefühl der Autonomie des Einzelnen, steigern die Motivation und sorgen für mehr Wohlbefinden. Das zeigt eine Untersuchung von Nir Halevy und seinem Doktoranden Valentino Chai von der Stanford Graduate School of Business.

Endloser Wettbewerb engt ein

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich Mitarbeiter durch endlosen Wettbewerb eingeengt fühlen und dass jeder einen Preis dafür zahlt. Autonomie ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen, und vor dieser Untersuchung wussten wir nicht wirklich, wie alltägliche Aspekte der Arbeit - Zusammenarbeit und Wettbewerb - die Autonomie beeinflussen", verdeutlicht Halevy.

Die Forscher der Stanford Graduate School of Business haben College-Sportler, Mitarbeiter verschiedener Organisationen und Bundesbeamte aus 24 Behörden befragt, wie kooperativ oder wettbewerbsorientiert sie ihre Teams und Arbeitsplätze einschätzten. Außerdem haben sie deren Gefühl von Autonomie und ihre Motivation aus sich selbst heraus analysiert. Diese Eigenschaften sind bei denen besonders ausgeprägt, die ihr Umfeld als kooperativer einschätzen, sagen die Experten.

Tests mit Verteilung von Boni

Um den kausalen Zusammenhang hinter diesen Effekten zu testen, haben die Forscher verschiedene Experimente durchgeführt, bei denen sie steuern konnten, ob die Aufgabe kooperativ, kompetitiv oder unabhängig durchgeführt wurde. In einem Szenario wurden die Teilnehmer gebeten, Bilder zuzuordnen. In der kooperativen Version erhielten beide Spieler einen Bonus, wenn sie ihre Auswahl lösten. In der kompetitiven Version erhielt nur ein Spieler einen Bonus, wenn er Erfolg hatte.

Ein weiteres Experiment hat Verhandlungsszenarien umfasst, in denen viele gegenüber wenigen gemeinsamen Interessen standen. In allen Experimenten berichteten die Teilnehmer unter kooperativen Bedingungen von einem stärkeren Gefühl der Autonomie als diejenigen unter kompetitiven oder unabhängigen Bedingungen. Hinter diesen Ergebnissen steht die Psychologie, die in kooperativen und kompetitiven Umgebungen eine Rolle spielt.

Im ersten Fall werden die Ergebnisse geteilt und die Mitarbeiter haben gemeinsam Erfolg oder scheitern gemeinsam. Dieser Mechanismus schafft starke Anreize, Kollegen zu unterstützen. Das wiederum verringert den Druck, die Arbeit anderer zu sabotieren oder zu kritisieren. "Kooperation fördert psychische Sicherheit - das Gefühl, dass es in Ordnung ist, Risiken einzugehen, ohne Angst vor Kritik zu haben", sagt Chai. Dies wiederum wirke sich positiv auf die Arbeitsleistung aus.

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