VORSCHAU
PRESSETERMINE
Alpiq AG
28.08.2014 00:00
Museum Oskar Reinhart
28.08.2014 00:00
Allreal
28.08.2014 00:00


IR Nachrichten
27.08.2014 18:35 SPOBAG AG
27.08.2014 14:40 Hypo Alpe-Adria-Bank International AG
27.08.2014 09:04 BWT Aktiengesellschaft


WETTER
Graz: wolkig
24°
Innsbruck: Regenschauer
19°
Linz: Regen
18°
Wien: stark bewölkt
17°
© wetter.net

Stadtname / PLZ

AKTIENKURSE
 
HIGHTECH
Sa, 17.12.2011 06:15
Meldung drucken Artikel weiterleiten
pte20111217004 Forschung/Technologie, Medizin/Wellness

Seidenfäden helfen Nerven bei Regeneration

Hoffnung auf Wiederherstellung von Rückenmark und Sehnerv
Scan: Nervenzellen, die an Seidenfäden (rot) wachsen (Quelle: Uniklinik Leipzig)
Scan: Nervenzellen, die an Seidenfäden (rot) wachsen (Quelle: Uniklinik Leipzig)

Leipzig (pte004/17.12.2011/06:15) - Forscher der Universitätsaugenklinik Leipzig http://augenklinik.uniklinikum-leipzig.de haben mit Kollegen aus den USA und Frankreich elektrisch gesponnene Seidenfäden entwickelt, die verletzten Nerven beim Wachsen helfen könnten. Wenn der Sehnerv durchtrennt wird, erblinden die Betroffenen unabwendbar. Denn: "Anders als Nerven des peripheren Nervensystems, zu denen etwa der Ischiasnerv gehört, sind Nerven des Zentralen Nervensystems, also Gehirn, Rückenmark und Sehnerv, nicht zur Regeneration fähig", so Thomas Claudepierre von der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig gegenüber pressetext.

Biomaterial als Gerüst

Dem Wissenschaftler nach, ist die Hoffnung jedoch hoch, dass der Schaden mit Hilfe der Seide behoben werden kann. "Um einen Nerv des Zentralen Nervensystems zum regenerativen Wachstum zu bewegen, brauchen wir Biomaterialien, die für den verletzten Nerv eine Art Gerüst bilden, an dem er entlang wachsen kann. Gleichzeitig sollten sie sein Wachstum anregen", weiß Claudepierre.

Für ihre Versuche haben die Forscher Zellkulturen von Netzhautnervenzellen der Ratte verwendet. Diese wurden - um die Zerstörung des Nervs zu simulieren - in ein schädigendes Medium gesetzt. Wie sich zeigte, konnten die Zellen an den Seidenfäden auf einem Deckgläschen entlang wachsen. Indem die Seidenfäden bei der Herstellung mit Wachstumsfaktoren versetzt wurden, konnte der Effekt verstärkt werden.

Implantate als Vision

"Wachstumsfaktoren, die in die Fasern eingeschlossen sind, können ihre Funktion über einen langen Zeitraum beibehalten", erklärt Claudepierre. Der Einsatz beim Menschen sei theoretisch möglich. Wann die Wissenschaftler aber die Seidenfäden im menschlichen Nervensystem nutzen könnten, sei offen. Das nächste Ziel der Forscher ist die Entwicklung eines 3-D-Gerüsts, das an der Stelle einer Nervenschädigung implantiert wird.

Dieses Gerüst soll die Zellen dabei unterstützen, ihre Nervenfortsätze zu regenerieren. Claudepierre und sein Team wollen untersuchen, inwieweit auch die Gliazellen, die das Stützgewebe der Nervenzellen bilden, mithilfe der Seidenfasern ihre Orientierung wiedererlangen können. Dieses Modell soll zunächst im Tierversuch getestet werden. Sollten die Versuche erfolgreich verlaufen, könnte die Methode eines Tages dabei helfen, Menschen etwa vor einer Erblindung zu bewahren.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Oranus Mahmoodi
Tel.: +49-30-29770-2519
E-Mail:
Website: www.pressetext.com
pressetext.redaktion
   
Wie fanden Sie diese Meldung?
Weitersagen
likes dislike Share Share |
Social Media
ETARGET

FOCUSTHEMA


SPECIALS


Werbung
middleAdvertising