pte20110801003 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

Nutzer über Avatare identifizierbar

Aussehen und Verhalten geben Aufschluss über wahres Ich


Avatare: Second Life gilt als Prototyp virtueller Welten (Foto: secondlife.com)
Avatare: Second Life gilt als Prototyp virtueller Welten (Foto: secondlife.com)

Louisville (pte003/01.08.2011/06:00) Mittels Avataren ist es Internetusern heute möglich, sich relativ anonym in virtuellen Welten zu bewegen. Forscher wollen nun Techniken entwickeln, mit denen vom Aussehen und Verhalten der Figuren Rückschlüsse auf die Identitäten der Menschen dahinter schließen zu können, berichtet die BBC. Anwendungsgebiete sind Fälle, in denen keine Login-Daten einsehbar sind. Im Zuge des zunehmenden Zusammenwachsens von realer und virtueller Welt wird die Identifikation auch für Marketingzwecke immer bedeutender.

Gegen Kriminalität einsetzbar

Durch populäre Beispiele wie World of Warcraft oder Second Life sind virtuelle Figuren im Internet mittlerweile zu einem Massenphänomen geworden. Mit den steigenden User-Zahlen wird es immer wichtiger, die Avatare identifizieren zu können, so Roman Yampolskiy von der Universität von Louisville http://louisville.edu . Allein um festzustellen, ob der User hinter der Figur männlich oder weiblich ist, wäre für die Werbewirtschaft interessant. Idealerweise sollen in Zukunft auch mehrere Avatare in unterschiedlichen virtuellen Welten, die von demselben User gesteuert werden, zugeordnet werden können.

Gleichzeitig könnte die Technologie im Fall von kriminellen Aktivitäten hilfreich sein. Sollte ein Account von einem Hacker übernommen worden sein, wäre damit der Beweis möglich, dass ein anderer User die Figur steuert. Das soll über die Analyse von markanten Gesten, Bewegungen und anderen eindeutigen Charakteristika geschehen. Die eingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten beim Aussehen des Gesichts der Figuren erschwert das Erkennen bislang jedoch noch. Deshalb erstellt das Team rund um Yamolskiy im Moment Datenbanken möglicher Variationen. "Es ist Grundlagenarbeit, weil wir noch immer Daten sammeln. Aber wir waren bisher sehr erfolgreich", so der Forscher.

(Ende)
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