pte20090909035 in Business
Venezuela zieht kritischen Medien den Stecker
Menschenrechtler sehen "dramatische Gefährdung" der Pressefreiheit
Caracas (pte035/09.09.2009/13:50)
Die Situation für die Medien im lateinamerikanischen Land Venezuela spitzt sich weiter zu. Nachdem die linksgerichtete Regierung unter Staatspräsident Hugo Chávez im vergangenen Monat bereits 32 Radiostationen und zwei TV-Anstalten die Sendelizenzen entzogen hatte und letzte Woche mit der Ankündigung aufhorchen ließ, neuerlich 29 Radioanbieter aus dem Äther verbannen zu wollen, ist nun der TV-Kanal Globovision http://www.globovision.com an der Reihe. Der 24-Stunden-Nachrichtenkanal ist der letzte regulär empfangbare größere Sender in Venezuela, der noch eine verstärkt regierungskritische Haltung in der Öffentlichkeit einnimmt. Falls nun auch diese letzte Bastion der Chávez-Gegner auf Befehl der Regierung fällt, steht der politischen Opposition im Land kein Fernsehmedium mehr zur Verfügung, um die eigene Position öffentlich vertreten zu können. Die Presse- und Meinungsfreiheit wäre damit endgültig ausgehebelt, so die Warnung von Regierungskritikern und internationalen Menschenrechtsorganisationen.
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