pte20090630031 in Business
Iran ist größtes Journalisten-Gefängnis der Welt
Augenzeugen berichten von "systematischer Folter und Misshandlung"
Paris/Teheran (pte031/30.06.2009/13:40)
Das harte Durchgreifen der Regierung gegen Medienvertreter nach dem umstrittenen Ergebnis der Präsidentschaftswahl hat aus dem Iran das derzeit weltweit größte Gefängnis für Journalisten werden lassen. Seit dem Beginn der Ausschreitungen in der Hauptstadt Teheran vor mittlerweile rund zwei Wochen ist die Zahl der inhaftierten Journalisten im Iran von ursprünglich lediglich acht Betroffenen auf mehr als 33 gestiegen. Damit hat das Land die bisherigen Spitzenreiter in der globalen Rangliste der Übeltäter im Bereich der Pressefreiheit wie China oder Kuba klar überholt. Dies stellt die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) http://www.rsf.org fest und verweist dabei gleichzeitig auf den Umstand, dass die Journalisten in den Gefängnissen offenbar einer "systematischen Folter und Misshandlung" ausgesetzt seien. Inzwischen würden der Organisation mehrere Augenzeugenberichte vorliegen, die eine Anwendung derartiger Praktiken bestätigen, heißt es von ROG.
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