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So, 12.02.2012
pte20090509001 Kultur/Lifestyle, Medien/Kommunikation
Tori Amos: Musik zu stehlen ist respektlos
US-Künstlerin kritisiert parasitäres Verhalten im pressetext-Interview
Wien (pte001/09.05.2009/06:00) - Die US-Künstlerin Tori Amos http://www.toriamos.com zählt mit über zwölf Mio. verkauften Tonträgern zu den prägendsten Musikerinnen der vergangenen zwei Jahrzehnte. Anlässlich der Präsentation ihres neuen Albums "Abnormally Attracted to Sin" sprach pressetext mit der Künstlerin über die Kostenlos-Mentalität von Musikkonsumenten und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Musikindustrie. Darüber hinaus verrät Amos, warum ihr persönliches Leben ungeachtet der Expressivität in ihren Songs nicht zur allgemeinen Diskussion steht und das Piano immer ihre Verbündete bleiben wird. pressetext: Während die großen Musiklabels gegen illegale Downloads mobil machen, halten sich viele Künstler aus der öffentlichen Diskussion heraus und versuchen etwa mit kostenlosen Downloads die illegale Downloadflut einzudämmen. Stehen die Künstler auf verlorenem Posten? pressetext: Man könnte argumentieren, dass mehr Leute bei den Konzerten auftauchen, wenn ihnen die heruntergeladene Musik gefällt. pressetext: Gibt es angesichts der derzeitigen Entwicklung da überhaupt einen Ausweg? pressetext: Während Ihrer letzten US-Tour haben Sie einen Großteil der Konzerte unmittelbar nach Konzertende als kostenpflichtige Downloads online angeboten. Hat sich diese Idee bewährt? pressetext: Das neue Album ist sehr vielseitig geworden. Was auffällt ist, dass die Rolle des Pianos sich über die Jahre doch stark verändert hat und dieses heute weit weniger im Zentrum steht als bei Ihren frühen Werken. pressetext: Bei den frühen Alben kann man den Eindruck gewinnen, dass sie in einer direkteren Form Ihre persönlichen Erlebnisse und Emotionen widerspiegeln. In den späteren Werken wie "American Doll Posse" oder "Scarlet's Walk" schlüpfen Sie als Künstlerin hingegen oft in andere Charaktere. Ist Ihre künstlerische Persönlichkeit heute losgelöster von Ihrer Privatperson als früher? pressetext: Wie hat sich Ihre Kompositionstechnik verändert? Bei manchen Songs des aktuellen Albums wie "Police me" oder "Strong black vine" kann man sich nur schwer vorstellen, dass diese am Klavier entstanden sind. pressetext: Würden Sie sagen, dass sich Ihre persönliche Beziehung zum Klavier verändert hat? pressetext: Den angesprochenen Song "Maybe California" bieten Sie als kostenlosen Download zum Muttertag an. Hat das digitale Zeitalter mit iTunes und Co in gewisser Weise auch dafür gesorgt, dass die Form des klassischen Albums obsolet geworden ist? pressetext: Gleichzeitig fällt bei Ihren jüngsten Alben auf, dass diese mit rund 74 Minuten das physische Medium CD komplett ausschöpfen. Waren Sie früher strenger beim Aussortieren Ihrer Songs? pressetext: Herzlichen Dank für das Interview! Das neue Tori-Amos-Album "Abnormally Attracted to Sin" (Universal) ist ab 15. Mai im Handel erhältlich. Ein kürzlich absolvierter Live-Auftritt im Rahmen der FM4 Radio Session in Wien, in dem das Album vorgestellt wurde, wird der Sender am 14. Mai in der FM4 Homebase ab 19:00 Uhr ausstrahlen. Direkt danach geht auch ein Videostream des 45-minütigen Konzerts online, der die gesamte Radio Session umfassen soll. In die österreichische Hauptstadt kommt Tori Amos erneut auf ihrer aktuellen Tournee. Das Konzert findet am 25.09. in der Wiener Stadthalle statt, der Kartenverkauf startet bereits dieses Wochenende. (Ende)
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