pte20090325037 in Business
Hausdurchsuchungen bei Wikileaks.de-Domaininhaber
Zusammenhang mit australischen Internet-Zensurlisten vermutet
Dresden/Jena (pte037/25.03.2009/15:49)
Die Wohnorte des Inhabers der Domain Wikileaks.de http://wikileaks.de wurden gestern Abend unerwarteterweise von der Polizei durchsucht. Wie das gemeinnützig organisierte Whistleblowing-Portal, das sich das Aufdecken von Missständen, illegalem Handeln oder allgemeinen Gefahren auf die Fahnen geschrieben hat, berichtet, tauchten gegen 21:00 Uhr sowohl in Dresden als auch in Jena Polizeibeamte beim Domaininhaber auf. Als Grund für die Hausdurchsuchungen sei im Polizeiprotokoll der Verdacht auf "Verbreitung pornographischer Schriften" und das "Auffinden von Beweisen" vermerkt worden. "Die Polizei wollte dem Durchsuchten gegenüber keine weiteren Angaben machen. Es ist folglich nicht vollkommen klar, wieso durchsucht wurde", heißt es in einem Editorial auf Wikileaks.de. Es werde jedoch ein Zusammenhang mit den schwarzen Listen australischer Behörden vermutet, die kürzlich auf dem internationalen Wikileaks-Seite veröffentlicht worden sind (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090320018/).
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