pte20090317021 in Business
"US-Zeitungssterben kein Vorbote für Deutschland"
Seattle Post-Intelligencer wird als reine Online-Ausgabe weitergeführt
Seattle (pte021/17.03.2009/11:45)
Die Krise am US-amerikanischen Zeitungsmarkt fordert ihr nächstes Opfer. Der Seattle Post-Intelligencer http://www.seattlepi.com , eine Tageszeitung mit 146-jähriger Tradition, wird heute, Dienstag, das letzte Mal in Druckform erscheinen. Wie der Eigentümer des Blattes, die Hearst Corporation http://www.hearst.com , wissen lässt, soll die Zeitung ab morgen nur mehr als "rein digitales Nachrichtenprodukt" weitergeführt werden. Von den bisher beschäftigten 165 Mitarbeitern werden nur 20 für die Redaktion der Online-Ausgabe übernommen. Begründet wird dieser drastische Schritt mit hohen Verlusten von 14 Mio. Dollar, die die Zeitung allein im vergangenen Jahr hinnehmen musste. "Die Entscheidung, die Druckproduktion der Zeitung zu stoppen, ist uns überaus schwer gefallen. Unser Ziel ist es nun, unseren Webauftritt in das führende Nachrichten- und Informationsportal der Region zu verwandeln", schreibt Frank A. Bennack, Vice Chairman und CEO der Hearst Corporation, in einem offiziellen Statement.
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