pte20081104029 in Business
Folterinstrument Internet: Südkorea greift durch
Kontrollgesetz gegen Cybermobbing schränkt anonyme Postings ein
Seoul (pte029/04.11.2008/13:30)
Im Hightech-Land Südkorea wird derzeit heftig über weitgehende Internetregulierungen diskutiert. Seit dem Freitod der bekannten Schauspielerin Choi Jin Sil rückt eine Gesinnung der Südkoreaner in das Blickfeld der Öffentlichkeit, die so offenbar nur im Web gezeigt wird. Die im realen Leben sehr zurückhaltenden Menschen legen im Internet eine äußerst brutale Haltung an den Tag. Dies manifestiert sich in aggressivem Cybermobbing, wobei unter dem Schutzmantel der Anonymität Gerüchte verbreitet und Hasstiraden auf ungeliebte Menschen losgelassen werden. Die südkoreanische Regierung reagiert nun mit einem nach der Schauspielerin benannten Gesetz, das festschreibt, dass Postings nur mehr unter dem realen Namen geschrieben werden dürfen. Eine Internet-Sitten-Polizei soll darüber wachen.
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