pte20080208019 in Business
Kuba: Zugelassene Suchmaschine umfasst nur 150.000 Webseiten
Studenten üben erstmals offene Kritik an Internet-Zensur
Havanna (pte019/08.02.2008/12:43)
In Kuba haben Studenten erstmals öffentlich Kritik an der von der Regierung betriebenen Internet-Politik geäußert. In einem 52-minütigen Online-Video werfen sie den staatlichen Behörden dabei vor allem die einseitige Beschränkung beim Zugang zu Internetseiten vor. So sei es einem kubanischen Bürger beispielsweise nicht möglich, Webseiten wie YouTube oder MySpace zu nutzen. Auch auf die Suchmaschine Google müsse man verzichten und sich stattdessen mit einer Beta-Version einer eigenen in Kuba entwickelten Suchtechnologie zufrieden geben, die auf den Datenbestand von 150.000 offiziellen Webseiten reduziert ist. Während Touristen in teuren Hotels über schnelle und völlig freie Internetzugänge ins Netz einsteigen könnten, sei die einheimische Bevölkerung in ihren Möglichkeiten diesbezüglich sehr eingeschränkt. Wer im Netz surfen will, kann dies meistens nur in Internet-Cafes tun, die von der Regierung streng kontrolliert werden, lauten die Vorwürfe.
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