pte20071211045 in Business
Mord wegen Online-Eintrag im Sexualstraftäter-Register
"Öffentliche Strafregister sind die modernen Pranger unserer Zeit"
Los Angeles (pte045/11.12.2007/13:58)
In Kalifornien ist erstmals ein Sexualstraftäter von einem Mitbürger ermordet worden, nachdem dieser in einer öffentlich zugänglichen Online-Sexualstraftäter-Datenbank Name und Wohnort des verurteilten Vergewaltigers herausgefunden hatte. Wie die Los Angeles Times gestern, Montag, berichtete, ging der mutmaßliche Täter davon aus, dass es sich bei dem 67-jährigen Opfer um einen Kinderschänder handele. Dem so genannten "Megan's Law" zufolge, das Kinder vor Angriffen auf Leib und Leben schützen soll, müssen sich verurteilte Sexualtäter in Kalifornien innerhalb von fünf Tagen bei den lokalen Polizeibehörden melden, wenn sie sich in einer Gemeinde niederlassen wollen. Die Adressdaten werden dann in einen Datensatz übernommen, der neben einem digitalen Lichtbild auch Informationen zu den begangenen Straftaten beinhaltet. Besorgte Bürger können diese Daten im Internet jederzeit einsehen und sich in digitalen Karten anzeigen lassen, ob ein verurteilter Straftäter in ihrer Nähe wohnt.
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