pte20060112039 in Business
Springer: Ringen um den richtigen Zeitpunkt
Aufspaltung von ProSiebenSat.1 schwierig - TV-Vorstand gegen Zerschlagung
Berlin/Bonn/München (pte039/12.01.2006/15:58)
Nach dem Angebot Springers an das Bundeskartellamt, den Sender Pro Sieben zu verkaufen, beginnt das Ringen um den richtigen Zeitpunkt. Die Wettbewerbshüter bestehen auf der Trennung des Senders und der Sendervermarktung von der TV-Gruppe noch vor der Übernahme. Springer hält dies laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung aber für "kaufmännisch nicht vertretbar", weil dann noch in diesem Jahr Steuern in dreistelliger Millionenhöhe anfallen würden. Der Vorstand der ProSiebenSat.1 Media AG zeigte sich überrascht von dem Angebot Springers an die Wettbewerbshüter. Mit Pro Sieben würde die TV-Gruppe die Cashcow verlieren: Der Sender sorgt für mehr als die Hälfte des Konzerngewinns von knapp 203 Mio. Euro. Zudem stellt sich die Frage, ob eine Abspaltung wirtschaftlich überhaupt möglich ist.
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