pte20010227068 in Leben

Aufruf zur globalen Erfassung des Meereslebens

"Census of Marine Life" soll alle Lebewesen der Weltmeere erfassen


Hobart/Washington D.C (pte068/27.02.2001/18:34) Weltweit sind Wissenschaftler dazu aufgerufen, das gesamte Leben der Weltmeere zu erfassen. Das ehrgeizige Multimillionen Dollar-Projekt unter dem Titel "Census of Marine Life" http://core.cast.msstate.edu soll noch in diesem Jahr starten. Der Ozean-Zensus wurde vom amerikanischen Forscher Jesse Ausubel von der Alfred P. Sloan Foundation http://www.sloan.org ausgeschrieben.

Die Sloan Foundation, die von Alfred Pritchard, dem verstorbenen Generaldirektor von General Motors, gegründet wurde, ist eine private philantrophische Gesellschaft, die wichtige Fragen der Wissenschaft lösen will. Ausubel will innerhalb der kommenden zehn Jahre mit der systematischen Erforschung der Meereslebewesen der südlichen Hemisphäre beginnen. Alleine dieser Teil des Projekts ist mit vier Mio. Dollar Investitionskapital für das Informationspool veranschlagt.

"Insgesamt arbeiten 63 internationale Institutionen in 15 Staaten am Ocean Biogeographical Information System, das das gesamte Projekt unterstützen soll", so Ausubel. Anschließend soll der Katalog mit Informationen über Meeresbodenbeschaffung, Geologie und Meeresströmungen als Basis für eventuelle Auswirkungen auf die Biologie des Meeres veröffentlicht werden. "Die Ergebnisse sollen dann genauen Aufschluss über die Fischvorkommen, die Umweltverschmutzung und andere Auswirkungen des Menschen auf die Meeresbiologie dokumentieren. Jeder soll mithilfe eines Heimcomputers über jeden beliebigen Teil des Meeres die dort lebenden Tiere einsehen können", so Ausubel.

Die australische Meeresforschung erwarte sich durch dieses Projekt einen großen Aufschwung, berichtet Nan Bray vom Csiro-Marine Laboratory in Hobart, Tasmanien. Das Projekt sei für Australien eine große Herausforderung. Bisher seien trotz der intensiven Forschung nur etwa fünf Prozent des Meeresbodens und in etwa zwei Prozent des marinen Lebens erforscht, meint der Forscher. In weiterer Folge soll damit auch die Biodiversität des Meeres lange erhalten bleiben. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte werden die Strategien der weltweiten Datensammlung bekanntgegeben.

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