pte20000830030 in Leben
Zigaretten verursachen Rückenschmerzen
Ärzte warnen vor Durchblutungsstörungen bei Bandscheiben
Berlin (pte030/30.08.2000/14:05)
Zigaretten-Konsum verhindert die Versorgung der Bandscheiben mit Nährstoffen. Das ist ein Grund, warum Raucher ein um 20 bis 80 Prozent erhöhtes Risiko von Rückenschmerzen im Vergleich zu Nichtrauchern haben. Das erklärte Wolfgang Rauschning, Chirurg an der Orthopädischen Universitätsklinik Uppsala, http://www.medfak.uu.se anlässlich des ersten Welt-Wirbelsäulen-Kongresses "World Spine One" http://www.worldspine.de , der zurzeit in Berlin stattfindet.Internationale Studien haben gezeigt, dass eine hohe Zahl von Rauchern an Rückenschmerzen leide. Die zahlenmäßigen Unterschiede beruhen darauf, ob es sich um Frauen oder Männer und um jüngere oder ältere Raucher handelt, so Rauschning. "Der Transport von Nährstoffen reduziert sich nach nur drei Stunden Rauchen um die Hälfte", so der Arzt. Die Mangelversorgung gehe aber wieder zurück, sobald mit dem Nikotinkonsum aufgehört werde.
Raucher verursachen aber auch bei Operationen wesentlich höhere Kosten als Nichtraucher. "Bei Rauchern sind die Operationszeiten länger, sie verursachen höhere Fallkosten, ihr Blutverlust bei Operationen ist größer und sie brauchen längere Narkosezeiten", so Rauschning. Das treffe nicht nur auf Bandscheibenoperationen zu, sondern auch auf andere chirurgische Eingriffe. "Wer einige Monate vor einer Operation aufhört zu rauchen, hat bessere Ergebnisse", so der Mediziner. Selbst der Einsatz eines Nikotinpflasters helfe. "Der Preis der Nikotinsucht ist erdrückend und eindeutig", so der Arzt. In Schweden und in den USA werde daher überlegt, Raucher an den höheren Operationskosten zu beteiligen. (Ende)
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