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pte20000512020 in Leben

Zahnfüllungen aus Blattgold halten länger

Alte Form der Zahnkonservierung noch immer aktuell


Witten/Herdecke (pte020/12.05.2000/11:30)

Schon 1000 v. Chr. benutzten die "alten Chinesen" Zahnfüllungen aus feinstem Blattgold, das in die Karieslöcher gestampft wurde. In Europa ist diese Art der Zahnkonservierung seit dem 16. Jahrhundert bekannt, doch in der modernen Zahnmedizin nie richtig beachtet worden. In seiner Habilitationsarbeit an der Universität Witten/Herdecke http://www.uni-wh.de/ konnte jetzt der Oberarzt der Abteilung für konservierende Zahnheilkunde, Dr. Walter Kamann, nachweisen, dass dieses uralte Verfahren noch heute sehr aktuell ist.

In kleinen Karieslöchern hält diese so genannte Goldhämmerfüllung mit 20 Jahren ungefähr doppelt so lange wie Amalgam und schont dabei den Zahn. Goldhämmerfüllung heißt dieses Verfahren, weil das dünne Blattgold in dem sauber ausgebohrten Zahn in vielen Lagen mit sanften Schlägen eines kleinen Instrumentes festgeklopft wird. Dabei verformt sich das Gold so gut, dass es enger als andere Füllungen am Zahn anliegt. Außerdem gehen die dünnen Schichten untereinander eine Verbindung in ihrer Atomstruktur ein, so dass sie "wie aus einem Guss" im Zahn sitzen. (idw) (Ende)
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