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pte20000326004 in Leben

WHO warnt vor zunehmender Antibiotika-Resistenz

Erreger reagieren nicht mehr auf herkömmliche Medikamente


Genf/Amsterdam (pte004/26.03.2000/11:00)

Vor der weiteren Ausbreitung unheilbarer Tuberkulose auf Grund zunehmender Antibiotika-Resistenzen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gewarnt. Schuld an der zunehmenden Verbreitung seien in erster Linie die Menschen und nicht die Bakterien, heißt es in einem WHO-Bericht anlässlich des Welt-Tuberkulose-Tages am Freitag. Die Untersucher fanden alarmierende Trends zum Anstieg jener Erreger, die selbst nicht mehr auf die wirksamsten Mittel reagieren. http://www.who.org/inf-pr-2000/en/pr2000-19.html

Dies hänge vor allem damit zusammen, dass die fünf wichtigsten Medikamente zur Bekämpfung der Krankheit vielfach nicht im vorgeschriebenen Umfang genommen würden. Bei einer internationalen Tuberkulose-Konferenz in Amsterdam rief die WHO http://www.who.org zu verstärkten internationalen Anstrengungen auf. "In Deutschland und Dänemark erhöhte sich der Anteil der gegen ein Medikament resistenten Tb-Patienten seit 1996 um 50 Prozent", stellten die Ärzte in dem Bericht fest. In Neuseeland verdoppelte sich ihre Zahl. "In diesen drei Ländern ist für Menschen, die im Ausland geboren wurden, die Möglichkeit zur Entwicklung einer mehrfach-resistenten Tuberkulose http://www.medicine-worldwide.de/innere_krankheiten/tuberkulose.html drei Mal so groß wie für Einheimische", heißt es in der Untersuchung.

Nach Feststellungen der WHO sind in China, Indien, Iran, Mosambik und Russland bei mehr als drei Prozent aller neuen Fälle Bakterien bereits mehrfach resistent und die Krankheit damit praktisch nicht mehr heilbar. In Israel, Italien und Mexiko liege dieser Anteil unter neuen und teilweise behandelten Fällen bei sechs Prozent. In Estland stieg nach Angaben der Untersucher das Ausmaß der gegen mehrere Medikamente resistenten Fälle von 14 Prozent (1997) auf 18 Prozent aller Fälle. Die weitere Verbreitung multi-resistenter Tb-Formen ist laut WHO unvermeidlich, wenn nicht mehr getan werde, um die Krankheit in den am stärksten betroffenen Ländern effektiver zu bekämpfen.

Falls sich die medizin-resistente Tuberkulose in den Entwicklungsländern weiter verbreite, würden die Folgen auch für die reicheren Länder spürbar. Mit stärkerer Einreisekontrolle könne sich kein Land schützen, erklärten Tb-Experten. Bei der Konferenz in Amsterdam sind Regierungen aus 20 Ländern mit den höchsten Zahlen von Tuberkulose-Erkrankungen vertreten. In Beratungen mit internationalen Hilfsorganisationen versuchen sie, die Zahl der Tuberkulose-Todesfälle in den nächsten zehn Jahren auf die Hälfte zu verringern. (LifeScience) (Ende)
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