pte20000629002 in Leben
WHO: Gesundheitsschäden durch Handys nicht nachweisbar
Neue Studie soll bis 2003 fertig sein
Genf (pte002/29.06.2000/08:45)
Nach einer gestern, Mittwoch, veröffentlichen Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation WHO http://www.who.int gebe es keine Beweise für eine Gesundheitsgefährdung durch Mobiltelefone. Die UNO-Behörde will aber trotzdem bis zum Jahr 2003 eine neue Studie anfertigen lassen, die auf Nummer sicher geht.Bestimmte Krebsarten und Veränderungen in der Hirntätigkeit wurden mit der Benutzung von Mobiltelefonen in Verbindung gebracht, erklärte die Organisation. Es gebe jedoch keine einzige Untersuchung am Menschen, die eine derartige Behauptungen untermauern würde.
Eine leichte Erwärmung des Körpers sei bisher die einzige Veränderung, die sich bei der Benutzung der Mobiltelefone feststellen lasse. Problematisch könne der Gebrauch von Handys jedoch für Personen mit Herzschrittmachern werden, da die Schrittmacher durch die Mobiltelefone beeinflusst werden könnten. Die Forscher gehen davon aus, dass Hochfrequenzfelder, die durch den Handy-Gebrauch entstehen, keinen Krebs verursachen können.
Auch die Strahlung, die von Mobilfunk-Basisstationen ausgehe, ist nach Ansicht der WHO ungefährlich, da sie noch schwächer sei als die der Handys selbst. Die WHO will aber, um endgültige Klarheit zu haben, eine weitere Studie von Krebsexperten in Auftrag geben, die bis 2003 fertig gestellt werden soll.
Immer wieder gerieten Mobiltelefone in Verdacht doch gesundheitliche Schäden zu verursachen: Im Mai hatten britische und kanadische Forscher einen negativen Einfluss von Mikrowellenstrahlung, die auch beim Mobiltelefonieren entsteht, auf Tiefseewürmer gezeigt. Bei den Würmern gab es Veränderungen in den Zellfunktionen. Rückschlüsse auf den Menschen liessen sich nicht ziehen, schrieb das britische Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com damals.
Ebenfalls im Mai warnten britische Wissenschaftler davor, dass Eltern die Handynutzung ihrer Kinder kontrollieren sollten, da sich wegen der Entwicklung des Nervensystems und der dünneren Schädeldecke biologische Veränderungen ergeben könnten. Die vernünftige Nutzung von Mobiltelefonen bei Erwachsenen sei jedoch unbedenklich. (Ende)
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