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pte20000629024 in Leben

Wenn die Kontrolle im Gehirn versagt

Mandelkerne in der Großhirnrinde verantwortlich für Angstgefühle


Bremen/Brighton (pte024/29.06.2000/15:15)

Forscher von der Universität Bremen http://www.uni-bremen.de/ haben herausgefunden, welche Gehirnregion Angstgefühle natürlicherweise hemmen und kontrollieren kann. Schwedische Wissenschaftler sind der unbewussten Steuerung der Angst auf der Spur. Ihre Ergebnisse präsentieren die Wissenschaftler auf dem Forum of European Neuroscience in Brighton. http://www.fens2000.org

Welche Strukturen und biochemischen Prozesse im Gehirn beteiligt sind, wenn Angst gelernt oder unterdrückt wird, das untersuchen Professor Michael Koch und Cornelia Schauz von der Universität Bremen. "Wir wollen herausfinden, wie Angst im Gehirn natürlicherweise kontrolliert wird", erklärt Koch. Von solchen Erkenntnissen könnten jene schätzungsweise 20 Prozent der Bevölkerung profitieren, die unter Angststörungen, Phobien oder Panikattacken leiden. "Denn bei den Betroffenen", vermutet Koch, "ist vermutlich jener Mechanismus gestört, der bei Gesunden die Entstehung von Angstgefühlen unterdrücken kann."

Die so genannten Mandelkerne (Amygdala), mandelförmige Strukturen tief in der Großhirnrinde, sind entscheidend beteiligt, wenn Tier und Mensch lernen, in bestimmten Situationen Angst zu haben. Denn die Mandelkerne sind Teil jenes "limbischen Systems", das bei der Entstehung der Gefühle eine zentrale Rolle spielt. Koch und Schauz haben nun herausgefunden, dass in den Mandelkernen auch jene Prozesse ablaufen, die Angst kontrollieren können. Andere Gehirnstrukturen, die ebenfalls bei der Entstehung von Angst beteiligt sind, haben darauf hingegen keinen Einfluss, wie die Forscher festgestellt haben.

"Für die Kontrolle und Hemmung der Angst", erklärt Koch, "sind ebenfalls die Mandelkerne verantwortlich." Dies konnten die Forscher mit einem weiteren Experiment belegen. Nun hoffen die Forscher, dass solche Einsichten in die biochemischen Prozesse der Angsthemmung die Entwicklung spezifischerer Medikamente gegen Angststörungen ermöglicht.

Informationen:
Prof. Dr. Michael Koch, Universität Bremen
E-Mail: michael.koch@uni-bremen.de (idw) (Ende)
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